Ambulante Operation

Liebe Patientin,

bei Ihnen ist eine ambulante Operation in Narkose in der Universitätsfrauenklinik Bonn geplant. Heute können viele Eingriffe in der Frauenheilkunde problemlos ambulant durchgeführt werden, ohne dass die Behandlungsqualität darunter leidet. Für Sie bedeutet dies, dass ein unnötiger stationärer Aufenthalt in der Klinik vermieden werden kann. Grundsätzlich eignet sich ein ambulantes Vorgehen für fast alle Patientinnen - auch unabhängig vom Lebensalter-, die sich einem kleineren Eingriff unterziehen müssen. Nur selten ist aufgrund von individuellen Vorerkrankungen eine stationäre Aufnahme vor oder nach dem Eingriff, der bei Ihnen geplant ist, notwendig.

Die folgenden Informationen sollen Sie über den geplanten Ablauf in der Universitätsfrauenklinik informieren und Ihnen Hinweise für Ihr Verhalten vor und nach dem Eingriff geben.

Ziel ist es, den Eingriff einerseits so sicher wie möglich durchführen zu können und unser Vorgehen auf ihre spezielle Situation abzustimmen, gleichzeitig aber auch, Ihnen unnötige Untersuchungen und Vorstellungen in der Klinik zu ersparen.

Wir bitten Sie, diese Informationen genau und aufmerksam zu lesen, da die Verhaltensregeln zu Ihrer eigenen Sicherheit dienen. Bei fehlenden Unterlagen oder Verstößen gegen die Verhaltensregeln kann der Eingriff nicht an dem geplanten Tag durchgeführt werden. Dies möchten wir sowohl in Ihrem als auch unserem Sinne vermeiden.

 


Ambulante Vorstellung

Vor der Durchführung des Eingriffes ist eine Vorstellung in unserer gynäkologischen Ambulanz notwendig, um den Eingriff und die erforderliche Narkose zu planen. Einen Termin für diese Vorstellung können Sie unter Tel.: +49 (0)228-287 15462 vereinbaren.

Bitte bringen Sie zur ambulanten Vorstellung folgende Unterlagen mit

  • einen Überweisungsschein von Ihrem Frauenarzt oder Hausarzt, wenn im Laufe des Quartals kein Überweisungsschein vorliegt,
  • die Chipkarte der Krankenkasse
  • Ihren Medikamentenplan und dazugehörige Beipackzettel
  • bei Herz-/Lungenerkrankungen aktuelle Befunde von Ihrem Hausarzt oder dem behandelnden Facharzt (ggf. sind die Befunde für die OP- und Narkoseplanung von entscheidender Bedeutung)

Bringen Sie sich bitte für den Tag der Voruntersuchung Zeit mit, ggf. können sich die Untersuchungen etwas länger hinziehen. Wenn erforderlich erhalten Sie am Vorstellungstag eine Bescheinigung über Ihre Anwesenheit.



Der OP-Tag

  • Bitte melden Sie sich am Operationstag an der Pforte bzw. auf Station, die Ihnen bei der ambulanten Vorstellung mitgeteilt wurde.
  • Bitte bringen Sie alle Medikamente, die Sie einnehmen (auch selten notwendige Bedarfsmedikation), mit in die Klinik.
  • Bitte bleiben Sie am Operationstag nüchtern, d.h. ab dem Vorabend 24:00 Uhr nichts mehr essen und trinken (auch kein Kaugummi oder Süßigkeiten). Notwendige Medikamente nehmen Sie bitte am frühen Morgen mit einem Schluck Wasser.
  • Bitte tragen Sie am Operationstag keinen Schmuck, kein Piercing oder anderen Körperschmuck, keinen Nagellack und kein Makeup. Entfernen Sie unmittelbar vor der Operation Zahnprothesen und Kontaktlinsen.
  • Sollten Sie vor der geplanten Operation Fieber über 37,5°C haben, an Husten, Schnupfen oder sonstigen Infekten leiden, muss die Operation unter Umständen verschoben werden. Gleiches gilt für ein etwaiges Ausbleiben Ihrer Regelblutung. Bitte setzen Sie sich dann umgehend mit uns in Verbindung (Ambulanztelefon +49 (0)228-287 15462 oder über unsere Pforte Tel.: +49 (0)228-287 15450) Sollte es Ihnen aus anderen Gründen nicht möglich sein, den Operationstermin wahrzunehmen, melden Sie sich bitte telefonisch ab.
  • Wir weisen Sie daraufhin, dass die Klinik nicht für Wertgegenstände haftet. Bringen Sie daher nur das Nötigste mit.


 

Verhalten nach der OP

  • Auch nach komplikationsfreien ambulanten Narkosen und Operationen ist eine Überwachung von 2 - 4 Stunden im Krankenhaus erforderlich.
  • Zur Entlassung lassen Sie sich bitte von einer erwachsenen Person abholen und nach Hause begleiten.
  • Bleiben Sie in Ihrer Wohnung nicht allein. In den ersten 24 Stunden nach einer ambulanten Narkose und Operation muss eine erwachsene Person in Ihrer Nähe sein. 
  • Schonen Sie sich in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff, und lassen Sie die Nachwirkungen der Narkose und Operation abklingen.
  • Bedienen Sie in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff keine Maschinen, mit denen Sie andere oder sich selbst gefährden können. Führen Sie in dieser Zeit keine Fahrzeuge (Auto, Motorrad, Moped, Fahrrad), nehmen Sie also in dieser Zeit nicht aktiv am Straßenverkehr teil.
  • Treffen Sie in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff keine weitreichenden privaten und geschäftlichen Entscheidungen.
  • Meiden Sie in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff alkoholische Getränke, da diese die verwendeten Narkosemedikamente noch verstärken können.
  • Vermeiden Sie in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff die Einnahme von Beruhigungs- und Schlafmitteln.
  • Nehmen Sie Ihre gewohnten und/ oder neu verordneten Medikamente wieder regelmäßig ein.
  • Kontrollieren Sie einen bestehenden Wundverband auf Nachblutungen.
  • Sollten nach dem durchgeführten Eingriff Fieber über 37,5° C, ungewohnte Schmerzen oder überregelstarke Blutungen auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren niedergelassenen Frauenarzt oder an den diensthabenden Arzt der Universitätsfrauenklinik Kiel (Gynäkologische Ambulanz Tel.: +49 (0)228-287 15462 oder über die Pforte Tel.: +49 (0)228-287 15450).
  • Suchen Sie nach dem Eingriff ihren behandelnden Frauenarzt wie vereinbart wieder auf.
  • Den notwendigen Rücküberweisungsschein erhalten Sie ebenso wie eine eventuell erforderliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei Entlassung.