Andrologie

Die Andrologie (auch Männerheilkunde genannt) befasst sich im Allgemeinen mit Funktion und Erkrankungen der Fortpflanzung, des Hormonhaushaltes sowie der Sexualität des (alternden) Mannes. Dabei werden verschiedenste Krankheitsbilder der Andrologie zugeordnet.

Beispielsweise die erektile Dysfunktion: Sie betrifft Männer zunehmend mit voranschreitendem Alter und äußert sich in einer erschwerten bis fehlenden Erektionsfähigkeit. Neben der medikamentösen Therapie bieten wir über den Einsatz von Hilfsmittelns (z.B. Vakuumpumpen) bis hin zur Implantation künstlicher Schwellkörperimplantate nahezu alle Behandlungsmöglichkeiten der erektilen Dysfunktion an.

Auch Infertilität (unerfüllter Kinderwunsch) ist ein häufiges Problem, das bis zu 15% der Paare betrifft. Durch unsere enge Kooperation mit unseren universitären Partnern können wir auch auf diesem Gebiet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Verfahren anbieten. So erfolgt in Kooperation mit der Klinik für Dermatologie die weiterführende Ejakulatdiagnostik. Über die Zusammenarbeit mit der Klinik für Gynäkologie erfolgen dann sämtliche reproduktionsmedizinischen Maßnahmen. Wir als urologische Klinik bieten hierbei unter Anderem die operative Spermiengewinnung mittels Mikro-TESE, MESA an. Für Paare (bzw. Männer) mit wiederum abgeschlossener Familienplanung führen wir Samenleiterdurchtrennung (Vasektomie) durch.

Varikozelen bezeichnen einen pathologisch vergrößertem Venenplexus im Bereich des  Samenstranges. Hierbei kann meist ein großes Venenkonvolut im Hoden getastet oder sogar gesehen werden, dazu treten häufig ein über den Tag zunehmendes Schweregefühl oder Schmerzen auf. Für betroffene Patienten können wir das gesamte Spektrum der operativen Behandlungstechniken an, zum Beispiel die antegrade Varikozelen-Sklerosierung (nach Tauber) oder eine offene mikrochirurgische Varikozelenunterbindung.

Die Induratio Penis Plastica (auch Peyron’sche Krankheit) ist eine entzündlich bedingte Veränderung des Penis, in deren Verlauf sich durch bindegewebige Umbauprozesse meist eine narbige Platte bildet, welche zu einer schmerzhaften Verkrümmung des Penis führt. In schweren Fällen kann dies den Geschlechtsverkehr sogar unmöglich machen. Zur chirurgischen Therapie bieten wir eine Vielzahl an plastisch-rekonstruktiven Verfahren (Corproplastik mit Graft-Implantation aus Vorhaut, Dermis oder Vene) an. Diese Techniken können ein Penisverkürzung durch die operative Korrektur vermeiden.

Hypogonadismus bezeichnet den Mangel an geschlechtsspezifischen Hormonen, beim Mann vor allem des Testosteron. Betroffen sind hierbei verschiedenste Organfunktionen, zudem berichten die Patienten häufig über eine generelle Antriebsarmut und eine Verschlechterung der Lebensqualität. Ursächlich hierfür können sowohl Störungen der Testosteronproduktion im Hoden, als auch Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse oder Testosteronrezeptoren sein. Therapeutisch erfolgt neben der Ursachenbehebung meist eine Hormonersatztherapie. Bei dieser werden häufig in regelmäßigen Abständen Testosteronpräparate intramuskulär injiziert und substituiert.

Einen Behandlungstermin können Sie im Sekretariat der Klinik vereinbaren. Bei Fragen zur Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms in unserer Klinik können Sie sich gerne jederzeit unsere Ansprechpartner wenden:

 

 

Jörg Ellinger

Prof. Dr. Jörg Ellinger

Email: joerg.ellinger@ukbonn.de

Telefon: +49 (0)228 - 287 14249