Häufige Fragen und Antworten

Häufige Fragen zum Thema „Bleianalyse in Trink-Kaltwasser“

Sehr geehrte Damen und Herren,

da der Bleigrenzwert im Trinkwasser ab Dezember 2013 von derzeit 25 μg/L auf 10 μg/L gesenkt wird, ergeben sich häufig Fragen zu diesem Themenkreis.

Hinsichtlich der Beprobung sind im wesentlichen folgende Punkte relevant:

1. Wieviel kostet eine Untersuchung von Trink-Kaltwasser auf Blei?
Antwort: Die Analyse einer Wasserprobe auf Blei kostet 15,00 Euro zzgl. MwSt.

2. Kann ich die Probe selbst ziehen oder muss ein Probenehmer kommen?
Antwort: Falls Sie eine gerichtsfeste (justiziable) Untersuchung benötigen, welche vom zuständigen Gesundheitsamt anerkannt wird, muss ein unabhängiger akkreditierter Probenehmer mit Sachkunde die Probe ziehen. Die Gesamt-Analysekosten erhöhen sich dann um die Probenahmekosten von ca. 30,00 Euro (im Bonner Stadtgebiet, ansonsten nach Aufwand). Falls Sie vorab nur eine orientierende Untersuchung für den „Eigenbedarf“ benötigen, könnte die Probe auch durch Sie selbst gezogen werden und dem Labor zugeschickt oder überbracht werden. Es wäre in jedem Fall darauf zu achten, dass eine Stagnationswasserprobe entnommen wird, meist aus dem Zapfhahn der Küche.

3. Was ist eine Stagnationswasserprobe?
Antwort: Stagnationswasser bedeutet, dass das Wasser entweder über Nacht in der Leitung gestanden hat oder eine 4-stündige Stagnation vorliegt. Nur mit Hilfe derartiger Proben lässt sich die Frage nach evtl. Bleibelastungen des (kalten) Trinkwassers klären. Das bedeutet, dass während der Stagnationszeit (welche bekannt sein muss!) kein Wasser durch die Leitungen geflossen ist und keine WC-Spülung, keine Wasch- oder Spülmaschine und dergleichen gelaufen ist. Dies betrifft auch evt. Ober- oder Untermieter. Aus diesem Grund ist eine derartige Beprobung mit Absprachen und zeitlicher Organisation verbunden. In Gebäuden mit mehreren Etagen sollte auf jeder Etage eine Probe (z.B. in der Küche) gezogen werden.

4. Wie wird eine derartige Stagnationswasserprobe gezogen?
Antwort: Falls Sie die Probe selbst ziehen möchten, empfehlen wir die Verwendung von sauberen Glas- oder Kunststoffflaschen (z.B. Mineralwasserflaschen mit 0,7 oder 1 L Inhalt), welche Sie bitte vollständig befüllen. Alternativ könnten Sie sich auch in unserem Labor Probenflaschen abholen (Versand nicht möglich) Um den Einfluss der Armatur auszuschließen (im Armaturenbereich gibt es manchmal bleihaltige Materialien, welche das Ergebnis verfälschen könnten), lassen Sie bitte vor der eigentlichen Probenahme ca. 0,25 Liter ablaufen, um die Armatur zu spülen. Danach befüllen Sie die Probenflasche vollständig mit dem Stagnationswasser und senden uns diese zu oder überbringen Sie die Probe. Die Probe muss nicht am gleichen Tag im Labor sein, denn das Blei wird nicht abgebaut. Bitte ausreichend beschriften: Datum, Uhrzeit, Entnahmeort (Küche, Bad), Adresse, Telefon usw. Die Proben können in der Zeit von 8:00 Uhr bis 16:30 Uhr (Mo – Do) und am Fr bis 13:30 Uhr im Labor abgegeben werden.

5. Wie lange dauert die Messung?
Antwort: In der Regel bekommen Sie den Prüfbericht incl. der Rechnung per Post innerhalb von max. 14 Tagen.

6. Was ist zu tun, wenn das Trinkwasser bleibelastet ist?
Antwort: Dies wäre mit dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt zu klären. Parallel können Sie sich auch hier
informieren:
http://www.umweltbundesamt.de/wasser/themen/trinkwasser/index.htm
Hier bitte Suche nach „Blei“. Es erscheinen diverse Links zu relevanten Publikation und Infoschriften.
Zu weiteren Fragen stehen wir zur Verfügung.