Nationales Zentrum für Gynäkologische Sarkome und Seltene Gynäkologische Tumore

Kontakt

Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie
Direktor:  Prof. Dr. med. Dr. h.c. Alexander Mustea

 

Gebäude 31, EG, Gynäkologische Ambulanz
Tel: +49 (0)228-287 15462
E-Mail: gynaekologie@ukbonn.de

Adresse:
Universitätsklinikum Bonn (AöR)
Venusberg-Campus 1
53127 Bonn

 

Terminvereinbarung

Sprechstunden:
Montag - Donnerstag: 08:30 Uhr – 15:30 Uhr
Freitag: 08:30 Uhr – 14:00 Uhr

Terminvereinbarung: Tel.: +49 (0)228-287 16052

 

Liebe Patientinnen und Angehörige,

Sarkome sind seltene bösartige Tumoren die von Zellen aus Weichgeweben zum Beispiel Muskel- oder Knochenzellen ausgehen. Noch seltener sind die Sarkome im gynäkologischen Bereich, die von der Gebärmutter oder den Eierstöcken ausgehen können. In Deutschland erkranken zum Beispiel schätzungsweise 300-400 Patientinnen pro Jahr an einem Sarkom der Gebärmutter. Im Gegensatz zu den wesentlich häufigeren Karzinomen die von Epithelien ausgehen zum Beispiel dem Gebärmutterschleimhautkrebs, der in Deutschland 11.900 Patientinnen pro Jahr betrifft¹.

Aufgrund der Seltenheit der Erkrankungen ist die Behandlung in einem spezialisierten Zentrum zu empfehlen um eine richtige Diagnose zu stellen und Fehlbehandlungen zu vermeiden. Im Oktober 2019 erfolgte die Zertifizierung  als Zentrum für Gynäkologische Sarkome und Seltene Gynäkologische Tumore, eingebunden in das schon seit 12 Jahren bestehende und zertifizierte Gynäkologische Krebszentrum.   

Die multimodale Therapie wird im interdisziplinärem Team mit hochspezialisierte Chirurgen, Strahlentherapeuten, Nuklearmediziner, medizinische Onkologen, Radiologen und Pathologen geplant und in einem interdisziplinären Tumorboard beschlossen.

Die Therapie kann abhängig von Tumorart und -Stadium aus Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie, Hormontherapie und modernen zielgerichteten Therapien bestehen. Teilweise ist nur eine Operation erforderlich, teilweise muss eine Kombination der Therapiemöglichkeiten erfolgen. Zudem sind spezialisierte Psychoonkologen, Physio- und Schmerztherapeuten wie auch onkologisch geschultes Pflegepersonal sind integraler Bestandteil des Behandlungsteams.

Zudem haben die Patientinnen die Möglichkeit an Studien für neue moderne Therapieoptionen teilzunehmen, die gerade bei diesen seltenen Tumoren ein wichtiger Bestandteil eines Therapiekonzeptes sein können.

Nach Abschluss der Therapie erfolgt die regelmäßige Nachsorge mit dem Ziel mögliche Rezidive frühzeitig erkennen und therapieren zu können.

Um unnötige Verzögerungen und Wiedervorstellungen zu vermeiden, bitten wir Sie zum vereinbarten Termin folgende Unterlagen, falls bereits vorhanden, mitzubringen:

  • Überweisungsschein bei Kassenpatienten
  • Entlassungs- und OP-Berichte von vorherigen Krankenhausaufenthalten
  • Histopathologische Befundberichte
  • Radiologische Befunde in Schriftform und auf CD
  • Medikamentenliste
  • Befunde bei bereits bestehenden Vorerkrankungen

Weitere Informationen zu Diagnostik und Behandlung  von Sarkomen der Gebärmutter  finden sie in der S2k Leitline.