Station Freud

Die Station Freud ist eine gemischt-geschlechtliche, geschützte Station mit 17 (18) Betten, auf der Patienten mit Abhängigkeit von Opiaten behandelt werden.

Der Schwerpunkt der Station liegt auf der elektiven, qualifizierten und substitutionsgestützten Entgiftungsbehandlung bei Patienten mit Opiatabhängigkeit mit oder ohne weitere komorbide stoffgebundene Abhängigkeiten.

Ziel der Behandlung ist es, den körperlichen und psychischen Zustand der Betroffenen während der Entzugsbehandlung zu verbessern und Entzugsbeschwerden durch eine individuell angepasste symptomatische Behandlung gering zu halten. Darüber hinaus wird versucht, mit dem Patienten ein über die stationäre Entgiftungsbehandlung hinausgehendes Weiterbehandlungskonzept zu entwickeln. Zu Beginn der Behandlung wird mit den Patienten evaluiert, ob eine abstinenzorientierte oder eine substitutionsorientierte Entgiftungsbehandlung vorgenommen werden soll. Bei der abstinenzorientierten Behandlung wird eine Entgiftung von allen abhängig machenden Substanzen vorgenommen. Hier erfolgt neben der schrittweisen Abdosierung der Opiate eine fraktionierte Entgiftung von weiteren Substanzen wie z.B. Benzodiazepinen, Alkohol oder Kokain. Bei der substitutionsorientierten Behandlung erfolgt eine Einstellung auf die kontrollierte Einnahme eines Substitutes (Levomethadon oder Buprenorphin), die nach der Entlassung ambulant fortgeführt wird.

Zu den eingesetzten Therapieverfahren gehören neben der symptombezogenen Begleitmedikation und ärztlichen und pflegerischen Betreuung eine verhaltenstherapeutisch orientierte Motivationsgruppe, Mitbetreuung durch den Sozialdienst, Bewegungstherapie, Ergotherapie und Entspannungsverfahren. Zur Linderung der Entzugsbeschwerden werden ergänzend körperbezogene Therapien, wie z.B. Bäder mit ätherischen Ölen angeboten.

Ein weiter Schwerpunkt der Station ist die gleichzeitige Behandlung begleitender psychischer Erkrankungen wie z.B. Depression oder Angststörungen. Häufig leiden suchtkranke Menschen auch an akuten körperlichen Begleiterkrankungen, die hier diagnostiziert und mitbehandelt werden können. Zur rückfallprophylaktischen Behandlung kann die Einstellung auf einen Opioid-Antagonisten wie Naltrexon nach einer erfolgreichen Opiat-Entgiftung erfolgen.

Für Menschen mit schwerster Opiat-Abhängigkeit wurde in einer gemeinsamen Initiative mit der Bundesstadt Bonn und den Hilfswerken Diakonie und Caritas ein spezielles Zentrum zur Diamorphin-gestützten Substitutionsbehandlung eingerichtet, mit dem eine enge Kooperation besteht.

Die Anmeldung zur Entgiftungsbehandlung auf unserer Station erfolgt telefonisch unter der Telefonnummer: 0228-287-15682.