Strahlentherapie

Anmeldung und Sprechzeiten:


Anmeldung

Tel: +49 (0) 228-287 - 15935
Tel: +49 (0) 228-287 - 11241

Fax: +49 (0) 228-287 - 19778

täglich von 8:00 - 16:00 Uhr


Sprechzeiten

Montag bis Freitag: von 8:00 - 16:00 Uhr

Für weitere Rückfragen Tel.: +49 (0) 228-287 11700

Zu einem vereinbarten Termin bringen Sie bitte eine gültige Überweisung und Ihre aktuelle Bildgebung (Röntgen-, MRT- und/oder CT-Untersuchungen), sowie Befunde, Arztbrief, Histologien (Pathologieberichte) und Operationsberichte mit.

Die strahlentherapeutische Einheit des MVZ wird von unseren Fachärzten betreut:

Dr. med. Christina Leitzen
PD Dr. med. Heinrich Schüller
Dr. med. Martina Heimann
Dr. Dilini Brüser

Durch modernste Ausstattung bietet Ihnen die Abteilung für Strahlentherapie ein umfassendes Spektrum der aktuellen strahlentherapeutischen Therapiemöglichkeiten an. Hierzu gehören sowohl die Behandlung von bösartigen Tumorerkrankungen als auch die Behandlung gutartiger Erkrankungen (z. B. Fersensporn, degenerative Gelenkerkrankungen, endokrine Orbitopathie etc.).

Die Behandlungen erfolgen gemäß den national und international anerkannten Therapiekonzepten und werden in enger Kooperation mit Kliniken und Kollegen aller Fachrichtungen durchgeführt.

Leistungsspektrum:

Wir setzen neben der Strahlentherapie mittels des Linearbeschleunigers (der "normalen" Strahlentherapie) als besonderes Verfahren die Tomotherapie ein. Diese schonende Art der Strahlentherapie ist gut geeignet hochpräzise Bestrahlungen durchzuführen. Die Bestrahlung erfolgt nach bildgestützter Kontrolle.

Wir behandeln:

  • Tumore der Prostata
  • Tumore der Hals-Nasen-Ohren- und Kopfbereichs
  • Brustkrebs
  • Tumore des Darms
  • Tumore der Leber
  • Wirbelsäulen- und Spinalkanaltumore
  • Lymphome/ Sarkome
  • Hirntumore
  • bestimmte Lungentumore
  • bösartige Absiedlungen (Metastasen) sowie
  • wiederkehrend auftretende Tumore (Rezidive)

 

Therapieablauf
 

Aufnahme

Wenn Sie in unserer Abteilung ankommen, werden Sie vom Anmeldungspersonal begrüßt, und es werden die Formalien geklärt. Für eine schnelle und direkte Aufnahme ist eine Überweisung Ihres behandelnden, onkologischen Facharztes oder Hausarztes notwendig. Bitte achten Sie darauf, dass Sie außerdem sämtliche verfügbaren Vorbefunde (Arztbriefe, Operationsberichte, Pathologiebericht über die feingewebliche Untersuchung (Histologie)), Röntgenbefunde und Röntgenbilder mitbringen. Anhand dieser Unterlagen macht sich der Arzt ein ausreichend genaues Bild über Ihre Erkrankung und erstellt ein für Sie geeignetes Behandlungskonzept. Wir bitten Sie, in dieser Zeit im Warteraum Platz zu nehmen.


Aufklärungsgespräch

In einem ausführlichen Gespräch wird der Arzt Ihnen das für Sie geeignete Behandlungskonzept erläutern. In diesem Gespräch wird vor allem auf Ihre Fragen, die Durchführung und Dauer der Behandlung, mögliche Nebenwirkungen und ggf. individuelle Verhaltensmaßnahmen eingegangen werden.


Bestrahlungsplanung

Um eine optimale und schonende Behandlung zu ermöglichen, sind vor Beginn der Strahlentherapie umfangreiche Vorbereitungen notwendig. Eine bequeme und entspannte Lage des Patienten ist sowohl bei den Planungsterminen als auch bei den späteren Behandlungsterminen (bis zu 40 Tage) wichtig. An einem 1. Therapieplanungstermin werden abhängig von der zu bestrahlenden Region verschiedene Lagerungshilfen an den Patienten angepasst. In der Kopf- und Halsregion beispielsweise werden individuell Kunststoffmasken angefertigt, die eine identische Lagerung über alle Behandlungstermine gewährleisten. Anschließend wird eine Computertomographie (CT) angefertigt. In jede einzelne Schicht zeichnet später der Arzt das zu bestrahlende Gebiet sowie die zu schonenden Organe ein und erarbeitet in enger Zusammenarbeit mit dem Medizinphysiker die optimale Bestrahlungstechnik. Besonderen Wert wird auf den Schutz gesunder Organe wie Herz, Lunge und Rückenmark gelegt. Anhand der errechneten Technik entscheiden Arzt und Physiker gemeinsam, an welchem der uns zur Verfügung stehenden Bestrahlungsgeräte (Linearbeschleuniger, Tomotherapiegerät) Ihre Erkrankung bestmöglich behandelt werden kann.


Nachsorge

Ihr behandelnder Strahlentherapeut wird Sie abhängig von den bestrahlungsbedingten Nebenwirkungen in den nächsten Wochen weiter beobachten und Sie ggf. wieder einbestellen (in den meisten Fällen nach ca. 6 Wochen). Nach Abklingen der akuten Nebenwirkungen hängt es vom Einzelfall ab, ob Sie weitere Nachsorgetermine beim Strahlentherapeuten wahrnehmen müssen oder nicht. In jedem Fall erfolgen weitere Nachsorgetermine bei Ihrem onkologischen Facharzt. Für Fragen steht der Sie behandelnde Strahlentherapeut auch weiterhin jederzeit zur Verfügung.


Die täglichen Bestrahlungen (Linearbeschleuniger)

Vor jeder Behandlung werden Sie aufgefordert, einen Teil Ihrer Kleidung abzulegen. Im Bestrahlungsraum hilft Ihnen eine MTRA, sich richtig und jedes Mal gleich hin zu legen. Eventuell werden Ihnen hierzu Hilfsmittel angeboten, die Sie schon von den Planungsterminen kennen. Ihre Position sollen Sie bis zum Behandlungsende nicht selbständig verändern.

Der Zeitaufwand der ersten Behandlung am Linearbeschleuniger ist aufgrund des hohen Lagerungsaufwandes erhöht und liegt mit 10-20 Minuten etwas oberhalb der Dauer der nachfolgenden täglichen Bestrahlungen. Dies liegt daran, dass die Einstellungen der verschiedenen Bestrahlungsfelder nochmals genau überprüft und Kontrollaufnahmen angefertigt werden. Die Einstellung erfolgt durch Arzt und MTRA. Für die Ersteinstellungen ist am Bestrahlungsgerät ein bestimmter Zeitraum reserviert, sodass entsprechende Termine nicht flexibel vergeben werden können. Nach der Ersteinstellung werden die MTRAs versuchen, Ihren Terminwünschen für die tägliche Bestrahlung soweit wie möglich gerecht zu werden.

Die Bestrahlungen finden jeden Tag von Montag bis Freitag zwischen 8.00 Uhr und ca. 16:00 Uhr statt. Aufgrund von Gerätewartung o.ä. erhaltenen Sie in seltenen Fällen einzelne abweichende Termine. Der tägliche Zeitbedarf am Linearbeschleuniger beträgt ca. 15-20 Minuten, die reine Bestrahlungszeit ist wesentlich kürzer (mehrere Minuten). Gelegentlich kann es allerdings zu unerwarteten Verzögerungen durch Notfallbehandlungen kommen.

Wir legen großen Wert auf ein Vertrauensverhältnis zwischen behandelndem Arzt und Patient. Daher können durch den regelmäßigen Kontakt eventuell auftretende Probleme jederzeit besprochen werden. Im Verlauf der Bestrahlungsbehandlung können Nebenwirkungen auftreten, die Sie der MTRA bzw. dem Arzt mitteilen sollten. Bestrahlungsbedingte Beschwerden bedürfen einer besonderen Behandlung und besonderer Medikamente, die der Sie behandelnde Strahlentherapeut verschreibt.


Die täglichen Bestrahlungen (TomoTherapy)

Vor jeder Behandlung werden Sie aufgefordert, einen Teil ihrer Kleidung abzulegen. Im Bestrahlungsraum hilft Ihnen eine MTRA sich richtig und jedes Mal gleich hin zu legen. Eventuell werden Ihnen hierzu Hilfsmittel angeboten. Ihre Position sollen Sie bis zum Behandlungsende nicht selbständig verändern. Vor Beginn der Bestrahlung verlassen alle anderen Personen den Raum. Sie werden jedoch durchgehend durch eine Videoüberwachung gesehen und gehört. Im ersten Schritt werden zur Lagekontrolle von Patient und Tumorregion täglich aktuelle Schichtaufnahmen erstellt. In der sich für Sie anschließenden Wartephase werden die aktuellen Aufnahmen mit den Planungsaufnahmen verglichen. Weicht Ihre Lage von der Lagerung bei der Planung ab, wird diese korrigiert. Gerade in dieser Wartephase ist es wichtig, dass Sie möglichst entspannt liegen, ohne sich zu bewegen. Anschließend werden die MTRAs noch einmal in den Bestrahlungsraum kommen und ggf. nötige Korrekturen ihrer Position vornehmen. Erst danach beginnt die eigentliche Bestrahlung, die innerhalb einiger Minuten abgeschlossen sein wird. Im Mittel liegt die tägliche Behandlungszeit bei 30 Minuten.

Die täglichen Bestrahlungen (Varian TrueBeam®) Vor jeder Behandlung werden Sie aufgefordert, einen Teil ihrer Kleidung abzulegen. Im Bestrahlungsraum hilft Ihnen eine MTRA sich richtig und jedes Mal gleich hin zu legen. Eventuell werden Ihnen hierzu Hilfsmittel angeboten. Ihre Position sollten Sie bis zum Behandlungsende nicht selbständig verändern. Vor Beginn der Bestrahlung verlassen alle anderen Personen den Raum. Im ersten Schritt werden zur Lagekontrolle von Patient und Tumorregion regelmäßig bis täglich aktuelle Aufnahmen mit dem Beschleuniger erstellt, entweder als einzelne Röntgenaufnahme oder Schichtaufnahmen. In der sich für Sie anschließenden Wartephase werden die aktuellen Aufnahmen mit den Planungsaufnahmen verglichen. Weicht Ihre Lage von der Lagerung bei der Planung ab, wird diese korrigiert. Gerade in dieser Wartephase ist es wichtig, dass Sie möglichst entspannt liegen, ohne sich zu bewegen. Anschließend werden die MTRAs ggf. noch einmal in den Bestrahlungsraum kommen und ggf. nötige Korrekturen ihrer Position vornehmen oder nur die Tischposition von außen ändern. Sie bemerken dies durch eine sehr leichte Änderung der Tischposition, wie zum Beispiel einer Drehung. Erst danach beginnt die eigentliche Bestrahlung, die innerhalb einiger Minuten abgeschlossen sein wird. Im Mittel liegt die tägliche Behandlungszeit bei 15-20 Minuten, bei einer Einzeitbehandlung mit einer einmalig hohen Dosis, nur auf den Tumor (Radiochirurgie), kann dies länger dauern.