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Häufig gestellte Fragen zur AMD

Welche Symptome weisen auf die Altersabhängige Makuladegeneration hin?

Die AMD verursacht keine Schmerzen. Meist merkt der Patient die ersten Anzeichen beim Lesen. In der Mitte des Schriftbildes sieht er einen verschwommenen Fleck oder einen grauen Schatten, der mit der Zeit größer wird. Eine Verschlechterung tritt gewöhnlich im Zeitraum von 5 Jahren auf. Die Randbereiche des Sehfeldes werden normalerwiese nicht beeinträchtigt. Weitere typische Anzeichen sind eine Veränderung der Sehschärfe und der Farbwahrnehmung, sowie Verzerrungen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Auch wenn ein Durchbruch in der Behandlung, insbesondere eine ‚Heilung', gegenwärtig noch aussteht, gibt es doch schon heute Behandlungsverfahren, mit denen der Krankheitsprozess aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden kann.

Vitamine

In einer groß angelegten Studie, der "Age-Related Eye Disease Study" (AREDS) wurden 3700 Patienten mit unterschiedlichen Formen der AMD über 7 Jahre hinsichtlich der Wirkung von hochdosierten Vitamin-Präparaten untersucht. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Nur wenn zahlreiche mittelgroße bis große Drusen in beiden Augen oder wenn in einem Auge bereits ein Spätstadien der AMD mit Gefäßneubildungen oder geographischer Atrophie aufgetreten ist, kann mit der Hochdosis-Vitamintherapie ein prophylaktischer Effekt beobachtet werden. Patienten ohne erkennbare Veränderungen oder mit lediglich einzelnen kleinen bis mittleren Drusen profitieren hiervon nicht. Diese Effekte basieren auf einer Behandlung mit täglich:

Vitamin C (500 mg), Vitamin E (400 I.E.), Beta-Carotin (15 mg), Zink (80 mg) und Kupfer (2 mg).
Über einen sinnvollen Einsatz von Vitaminpräparaten kann nur die klinische Untersuchung durch einen Augenarzt entscheiden.
Es besteht keine Erfahrungen bezüglich der Langzeiteinnahme hochdosierter Vitaminpräparate. Raucher und ehemalige Raucher sollten diese Therapie nicht durchführen!

Informationsblatt "Vitaminpräparate bei AMD" (PDF)

Medikamente

Die Universitäts-Augenklinik Bonn bietet Patienten, die an der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) leiden, eine Vielzahl von neuentwickelten medikamentösen Behandlungsformen an:

  • Lucentis® (Wirkstoff: Ranibizumab)
  • Avastin® (Wirkstoff: Bevacizumab)
  • Eylea® (Wirkstoff: Aflibercept)
  • Beovu® (Wirkstoff: Brolucizumab)

Da diese Medikamente nur für bestimmte Formen der Erkrankung geeignet sind, ist vor der Behandlung eine Untersuchung in unserer Ambulanz erforderlich. Wenn Sie an AMD leiden und sich informieren wollen, ob eine solche Therapie für Sie in Frage kommt, vereinbaren Sie einen Termin in unserer AMD-Sprechstunde (Montag, Dienstag und Freitag 8:00-16:00 Uhr und Donnerstag 12:00-14:00 Telefon: 0228/287-5618).

Chirurgie

Chirurgische Verfahren einschließlich der Transplantation von Ernährungszellen unter die Netzhautmitte werden zur Zeit noch klinisch erprobt und kommen daher noch nicht routinemäßig zum Einsatz. Allerdings sollte gerade bei plötzlich auftretenden ausgedehnten Blutungen unter die Netzhaut oder in den Glaskörper möglichst rasch ein chirurgischer Eingriff erfolgen, da damit oftmals eine gewisse Sehverbesserung erzielt werden kann.

Andere Behandlungsansätze

Für andere Behandlungsansätze einschließlich der Strahlentherapie und der "Blutwäsche" (Rheopherese) gibt es bislang keine Langzeitstudien, die ihren Wert eindeutig belegen. Neuere Entwicklungen umfassen u.a. auch elektronische Netzhautprothesen, dies ist aber noch eine Zukunftsvision und kommt bei dem jetzigen Stand der Entwicklung für die Makuladegeneration nicht in Frage.
Zu warnen ist vor Heilmethoden, die viel versprechen und nichts halten. Akupunktur, lnfusionsbehandlungen, Gabe von Sauerstoff, Spritzen hinter das Auge und was immer auch an "Wundermitteln" angepriesen wird. Das alles hilft oft nur dem Anbieter und kostet Sie viel Geld. Erfolge, von denen die Medien manchmal berichten, erklären sich zum Teil dadurch, dass die Makuladegeneration von selbst zum Stillstand kommen kann und dass die Sehschärfe sich gelegentlich sogar spontan etwas bessert.

Zu warnen ist vor Heilmethoden, die viel versprechen und nichts halten. Akupunktur, lnfusionsbehandlungen, Gabe von Sauerstoff, Spritzen hinter das Auge und was immer auch an "Wundermitteln" angepriesen wird. Das alles hilft oft nur dem Anbieter und kostet Sie viel Geld. Erfolge, von denen die Medien manchmal berichten, erklären sich zum Teil dadurch, dass die Makuladegenration von selbst zum Stillstand kommen kann und dass die Sehschärfe sich gelegentlich sogar spontan etwas bessert.

Wie unterscheiden sich die beiden Formen der AMD?

Die trockene Form, die ca. 80% der Augen betrifft, schreitet langsam fort. Es kommt zu einer landkartenähnlichen (geographischen) Atrophie des Pigmentepithels der Retina. Die feuchte Form, die ca. 20% der Augen betrifft, verläuft meist schnell und dramatisch und ist durch Gefäßneubildungen der Aderhaut, Pigmentepithelabhebungen oder eine spezifische Narbenbildung im Bereich der Makula gekennzeichnet.

Welche Ursachen hat die AMD?

Die genaue Ursache der Erkrankung ist noch nicht erforscht.

Ein gesicherter Risikofaktor ist allerdings das Rauchen.
Mehrere Studien haben verschiedene mögliche Risikofaktoren identifiziert:

  • Alter
  • Veranlagung : Verwandte 1. Grades von AMD-Patienten haben ein dreifach erhöhtes Risiko an AMD zu erkranken. Es wird im Falle einer Verwandtschaft eine 2-Jährliche Vorsorgeuntersuchung empfohlen
  • Katarakt
  • Bluthochdruck
  • Sonnenexposition
  • Weitsichtigkeit
  • Helle Haut- oder Augenfarbe
  • Frauen die keine Östrogenersatztherapie bekommen haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko.
  • Generell kommt die AMD am häufigsten vor bei Frauen die über 60 Jahre alt sind.

Gesicherte Risikofaktoren sind allerdings nur: Alter, Rauchen und erhöhter Blutdruck.

Wieviele Betroffene gibt es?

Weltweit werden jährlich 500.000 neue Fälle erkannt. Frühformen der AMD findet man bei 35% der über 75-jährigen.
In Deutschland gibt es ca. 2 Mio. Betroffene, in den nächsten 25 Jahren wird mit einer Verdreifachung gerechnet.

Gibt es entsprechende Ernährungsempfehlungen?

Eine ausgewogene Ernährung wird selbstverständlich empfohlen.
Eine spezielle Ernährungsergänzung mit Vitaminpräparaten kann in Einzelfällen sinnvoll sein.
Eine Studie aus den USA ("ARED-Studie") hat neulich gezeigt, daß die Einnahme von antioxidativen Vitaminen in relativ hohen Dosierungen allerdings nur bei ganz bestimmten Formen der altersabhängigen Makuladegeneration sinnvoll sein kann, weil damit das Auftreten der Spätformen etwas verzögert wird. Dies wurde aber nur für die folgende Substanzen in relativ hohen Tages-Dosierungen gefunden: Vitamin C (500 mg), ß-Karotin (15 mg), Vitamin E (400 IE), Zink (80mg).
Es besteht keinerlei Hinweis dafür, dass andere Substanzen oder diese Stoffe in anderen Konzentrationen hilfreich wären, wie zur Zeit vielfach angepriesen wird. Ihr Augenarzt kann Ihnen sagen, ob die Einnahme speziell bei den Veränderungen in Ihrem Augenhintergund in Frage kommt und sinnvoll ist. Dabei sollten Raucher kein ß-Karotin einnehmen, da dies ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs bedeuten kann. Unabhängig davon, ob Sie das Präparat einnehmen oder das Präparat für Sie nicht in Frage kommt, etwa weil dies bei dem Stadium der Veränderungen an Ihrer Netzhaut nicht sinnvoll ist, empfiehlt sich für alle Patienten mit Makuladegeneration eine normale, gesunde Ernährung.

Abbildung Obst und Gemüse

Kann ich selbst zu einem positiveren Verlauf beitragen?

Keinesfalls müssen Sie auf bisherige Gewohnheiten (Reisen, insbesondere Flugreisen, Hobbies, Sport) verzichten. Allerdings wird Ihnen empfohlen das Rauchen einzustellen. Rauchen und Bluthochdruck sind nachgewiesene Risikofaktoren bei der altersabhängigen Makuladegeneration. Falls Sie Raucher sein sollten, wäre das Aufhören schon ein erster Schritt in Richtung Prophylaxe. Der Blutdruck sollte regelmäßig kontrolliert und nach Empfehlungen des Hausarztes und Internisten mit Medikamenten eingestellt werden. Auch wenn die Rolle des Sonnenlichts und der UV-Strahlung noch nicht ganz geklärt ist, bestehen doch Hinweise darauf, dass man bei besonders hellem Licht, so besonders in den Bergen, eine Sonnenbrille zum Schutz tragen sollte.

Wesentlich ist es, dass Sie bei Auftreten von Symptomen, wie sie oben genannt wurden, besonders auch wenn Ihr zweites Auge betroffen ist, unverzüglich einen Augenarzt aufsuchen. Die nachgenannten Behandlungen sind dann am aussichtsreichsten, wenn sie zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen.

Information gemäß § 6 Medizinprodukte-Betreiberverordnung "Beauftragter für Medizinproduktesicherheit"

Sehr geehrte Damen und Herren,

gemäß § 6 Medizinprodukte-Betreiberverordnung steht Ihnen das Universitätsklinikum Bonn im Zusammenhang mit Meldungen über Risiken von Medizinprodukten, Informationen zu Rückrufen oder Warn- und Sicherheitshinweisen sowie bei der Umsetzung von notwendigen korrektiven Maßnahmen unter folgender E-Mailadresse zur Verfügung: Enable JavaScript to view protected content.

Diese E-Mailadresse richtet sich vorzugsweise an Kontaktpersonen von Behörden, Herstellern und Vertreibern von Medizinprodukten.

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