Das Projekt

Arbeitspaket 1: Deutschlandweite Befragung von Frauen im Alter von 16 bis 25 Jahren
Erfasst werden der Wissensstand sowie Einstellungen zu Chlamydien-Infektionen und Chlamydien-Tests. Dazu zählen unter anderem Kenntnisse über das gesetzlich angebotene Chlamydien-Screening, Symptome und mögliche Folgen einer Infektion sowie förderliche Faktoren und Barrieren der Inanspruchnahme. Ergänzend wird die Akzeptanz bestehender Informationsmaterialien sowie der Umgang mit der Benachrichtigung ehemaliger Sexualpartner*innen erhoben.
Arbeitspaket 2: Analyse von Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV)
Darstellung der Versorgungssituation bzgl. des Chlamydien-Screenings in Deutschland. Untersucht werden regionale und organisationale Unterschiede sowie zeitliche Entwicklungen der Screening-Beratung und der Inanspruchnahme. Ziel ist es, strukturelle Hindernisse und Muster der Versorgung zu identifizieren.
Arbeitspaket 3: Deutschlandweite Befragung von niedergelassenen Frauenärzt*innen
Befragung zur Erfassung angebotsseitiger Faktoren des Chlamydien-Screenings. Erhoben werden Einstellungen der Frauenärzt*innen zum Screening sowie Gründe, warum die angestrebte Screening-Quote aus Sicht der Leistungserbringer*innen möglicherweise nicht erreicht wird.
Arbeitspaket 4: Gesundheitsökonomische Modellierung
Gesundheitsökonomische Bewertung des Chlamydien-Screenings unter Berücksichtigung unterschiedlicher Szenarien der Inanspruchnahme. Auf Basis einer systematischen Literaturübersicht zur Kosten-Effektivität des Screenings sowie publizierter Modellierungsstudien werden Szenarien berechnet, die sowohl beobachtete Effekte bestehender Vergütungsregelungen als auch mögliche Steigerungen der Screening-Rate abbilden. Dabei werden zusätzliche Kosten, potenzielle Einsparungen und patient*innenrelevanter Nutzen abgeschätzt.
Arbeitspaket 5: Ableitung von Handlungsempfehlungen
Gemeinsame Ableitung praxisnaher Handlungsempfehlungen auf Grundlage der Ergebnisse aus den Arbeitspaketen 1-4. Unter Triangulation der Befunde werden diese in partizipativen Workshops mit relevanten Stakeholder*innen (u. a. Krankenkassen, Fachgesellschaften und Projektpartner*innen) diskutiert und konsentiert. Dabei wird auch die Nutzen-Schaden-Abwägung des Chlamydien-Screenings asymptomatischer Personen kritisch reflektiert.















