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Lebensführung

Gesunde Lebensführung - ein wichtiger Baustein einer erfolgreichen Kinderwunschbehandlung

Die Art der Lebensführung hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Fruchtbarkeit eines Paares. Untersuchungen haben gezeigt, dass es bestimmte Faktoren gibt, die sich negativ auf den Eintritt einer Schwangerschaft auswirken können.

Dazu gehören:

  • Untergewicht oder Übergewicht
  • Rauchen, Alkoholkonsum und Drogen
  • Stresssituationen und psychische Belastungen

Als Auswirkungen können bei der Frau Hormonstörungen, Störungen der Eizellreifung und der Einnistung eines bereits befruchteten Eies auftreten. Beim Mann kann es eine Ursache für verminderte Samenmenge und Samenqualität sein.

Allein durch gesunde Lebensführung können medizinische oder organische Ursachen einer Unfruchtbarkeit nicht behoben werden. Es besteht jedoch die Chance den Erfolg einer Behandlung und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft positiv zu beeinflussen.
 

Sowohl Unter-, als auch Übergewicht können die Fruchtbarkeit der Frau negativ beeinflussen. Zur Einschätzung des richtigen Körpergewichtes errechnet man heutzutage meist den so genannten body mass index (BMI).

Liegt das Gewicht im optimalen BMI Bereich (20-25) wird eine normale Anzahl von Eisprüngen angenommen (=0). Bei Untergewicht (<17) liegt das Risiko keinen normalen Eisprung zu haben um den Faktor 3,1 höher. Bei Übergewicht (BMI>27) sogar um den Faktor 3,1.

Sowohl Untergewicht als auch Übergewicht haben einen wesentlichen Einfluss auf den hormonellen Regelkreis. So besitzen z.B. untergewichtige Frauen meist einen zu niedrigen Östrogenspiegel. Übergewichtige Frauen weisen demgegenüber oft einen hohen Östrogenspiegel auf, da sich das Fettgewebe wie ein hormonproduzierendes Organ verhält.

Zudem ist das Fettgewebe ein Hormonspeicher in dem oft zu viele männliche Hormone gebildet werden, die einen negativen Einfluss auf den Eisprung haben.

Sowohl Untergewicht, als auch Übergewicht haben negative Auswirkungen auf die Entstehung einer Schwangerschaft durch:

  • häufige Zyklusstörungen
  • Störung der Eireifung bis zur Verhinderung des Eisprungs
  • Negative Auswirkungen auf die Einnistung eines befruchteten Eies in die Gebärmutter

Beim Mann kann sowohl die Samenmenge als auch die Samenqualität negativ beeinflusst werden.

Ein angemessenes Körpergewicht ist also eine wichtige Voraussetzung für die Fortpflanzung. Vorhandenes Übergewicht abzubauen, oder bei Untergewicht zuzunehmen erhöht die Chancen auf Eintritt einer Schwangerschaft – auch im Rahmen einer Kinderwunschtherapie.
 

Damit unser Körper richtig funktioniert und gesunde Eizellen bzw. gesundes Sperma produzieren kann, braucht er erstklassigen „Baustoff“.

Mit anderen Worten: Eine gute Ernährung ist die Grundlage einer guten Gesundheit. Wenn eine Frau sich gesund ernährt, schafft sie die notwendigen Voraussetzungen dafür, schwanger zu werden und ein gesundes Baby zu gebären.

Männer die sich gesund ernähren, produzieren gesundes Sperma und bleiben sexuell leistungsfähig.

Die Schwierigkeiten schwanger zu werden, können unter anderem auch auf eine unzureichende Ernährung zurückzuführen sein. Fachleute raten dazu, dass Paare mindestens vier Monate vor der geplanten Zeugung ihre Ernährung auf eine gesunde Vollwertige Kost umstellen sollten.
 

Fruchtbarkeit und Rauchen

Niemand wird heutzutage die allgemein gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Rauchens anzweifeln wollen. Im Tabakrauch sind mehr als 1000 Chemikalien enthalten; hier sollen nur Anilin, Cadmium, Cotinin, Kohlenmonoxid, Dioxine, Arsen genannt werden. 

Weniger bekannt ist, dass Rauchen einen wesentlichen Einfluss auf die Fruchtbarkeit sowohl bei Frauen als auch bei Männern hat:

  • Höheres Vorkommen von Infertilität
  • Längere Zeit bis zum Eintreten einer Schwangerschaft
  • Erhöhtes Risiko bei einer Schwangerschaft von Fehlgeburten und kindlichen Missbildungen

Das Risiko ist dabei beim Passivrauchen nur marginal geringer als bei aktivem Rauchen. Der schädigende Einfluss ist bereits ab ca. 5 Zigaretten pro Tag nachweisbar.

Einfluss von Rauchen auf die Erfolgsraten bei Kinderwunschbehandlung

Aktiv- und Passivrauchen reduzieren deshalb auch die Erfolgsraten bei Kinderwunschbehandlungen. Klinische Studien und Beobachtungen ergaben, dass Nichtraucher eine 2,7 – 4,8 fach höhere Chance bei der IVF (In-Vitro-Fertilisation) haben, schwanger zu werden als Raucher.

Auswirkungen des Rauchens bei Frauen auf eine Kinderwunschbehandlung:

  • Raucherinnen benötigen höhere Dosen des Gonadotropin zur Stimulation und entwickeln weniger Eibläschen.
  • Haben geringere Östradiol Spiegel
  • Entwickeln weniger implantationsfähige Eizellen,
  • Haben niedrigere Befruchtungsraten bei IVF und ICSI
  • Geringere Implatationsraten
  • Erleiden mehr Fehlgeburten im Rahmen einer IVF/ICSI

Auswirkungen bei Männern:

  • Geringere Anzahl von Spermien
  • Geringere Beweglichkeit der Spermien
  • Mehr Abnormalitäten in der Spermienform und -funktion

Der klinische Effekt auf die Befruchtungsraten kann nur schwierig durch Studien belegt werden, ist aber zu erwarten.

Was kann man tun?

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Effekt des Rauchens auf die Fertilität zum großen Teil reversibel ist. Es ist erwiesen, dass jedoch das Rauchen mindestens 1/2 Jahr aufgegeben werden muss, um normale Fruchtbarkeit wieder zu erlangen. Prinzipiell wird deshalb empfohlen das Rauchen aufzugeben, wenn Kinderwunsch besteht.
 

Fruchtbarkeit und Stress

Stress muss nicht automatisch etwas Negatives bedeuten, denn für viele Situationen braucht der Körper eine erhöhte Leistungsbereitschaft. Bei Stress werden bestimmte Hormone im Körper ausgeschüttet, die verschiedenste körperliche Reaktionen anstoßen und die Sinne schärfen. Erst dann, wenn eine Stresssituation dauerhaft anhält, wird er zu einer Belastung, die zu Depressionen, Veränderungen des Immunsystems und Schlafstörungen führen kann.

Auswirkung von Stress auf die Fruchtbarkeit

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Stress die eigentliche Ursache von Unfruchtbarkeit sein kann.  Allerdings können starke Stresssituationen bei Frauen Veränderungen im Hormonspiegel und unregelmäßige Zyklen hervorrufen. Außerdem konnte gezeigt werden, dass in seltenen Fällen Spasmen (Verkrampfungen) der Eileiter und verminderte Samenbildung beim Mann auftreten können. Nachweisbar ist auch die abnehmende Bereitschaft in stressigen Situationen das Liebesspiel auszuüben, also weniger häufig Geschlechtsverkehr zu praktizieren. Bei Männer führt Stress zu weniger Erektionen, weil die hierfür notwendige psychische Entspannung nicht eintritt. Damit werden die Chancen einer Schwangerschaft vermindert.

Stress durch unerfüllten Kinderwunsch

Unerfüllter Kinderwunsch kann selbst zu einer stark belastenden Situation werden. Studien haben gezeigt, dass Infertilität einen höheren Stresslevel erzeugen kann als lebensbedrohliche Krankheiten wie Krebs und Herzerkrankungen.

Viele Paare erleben jeden Monat wieder neu die Situation zwischen Hoffnung auf eine Schwangerschaft und der Enttäuschung, wenn es nicht klappt.

Es entsteht das Gefühl, dass sie ihr Leben und ihren Körper nicht mehr unter Kontrolle haben. Die meisten Paare planen ihr Leben und haben gelernt, dass man fast alles erreichen kann, wenn man nur hart genug arbeitet. Nur beim Wunsch nach dem eigenen Kind funktioniert es nicht.

Auch die Kinderwunschbehandlung selbst, die Tests, die Behandlung und die finanzielle Belastung können sowohl körperlich als auch emotional stark belastend sein und die eheliche Beziehung vor Herausforderungen stellen.

Was kann man selbst tun?

Der Wunsch nach einem eigenen Kind darf auch bei einer Kinderwunschbehandlung nicht der wichtigste Lebensinhalt sein. Suchen Sie gemeinsam den Ausgleich in Sport, dem Zusammensein mit Freunden oder Erfüllung in einer beruflichen Aufgabe.
 

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