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Myome

Bei ca. 20-30% aller Frauen im gebärfähigen Alter liegen Myome, also gutartige Muskelknoten, in der Gebärmutter vor. Diese können sehr unterschiedlich in den verschiedenen Schichten der Gebärmutter lokalisiert sein und je nach Größe und Lage auch einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben (mechanischen Einengung, gestörte Kontraktilität der Gebärmutter ect.) und/oder Schmerzen und Blutungsstörungen verursachen.

Sollte im Ultraschall der Verdacht auf ein Myom gestellt werden, kann eine Hysteroskopie (=Gebärmutterspiegelung) zur weiteren Abklärung durchgeführt werden. Hierbei kann eingesehen werden, ob durch das Myom eine Einengung der Gebärmutterhöhle vorliegt ggf. die operative Therapie genau geplant werden.

Je nach Ausprägung des entfernten Myoms sollte eine gewisse Zeit (in der Regel 3 Monate) nach dem operativen Eingriff vergehen, bevor der Kinderwunsch erneut aktiv angegangen wird. Nach Abwarten dieser Zeit rechnet man mit einer ausreichenden Heilung des Gewebes, sodass eine Schwangerschaft und somit eine Ausdehnung der Gebärmutter kein Problem darstellt.

Unter Umständen reicht eine medikamentöse Therapie aus bzw. kann die Kombination aus medikamentösen und operativen Verfahren sinnvoll sein.

Bei bestehendem Kinderwunsch sollten Alternativverfahren der Myomtherapie wie zum Beispiel UAE (Uterusmyomembolisation) oder HIFU (Hoch intensivierter fokussierter Ultraschall) aufgrund der Datenlage nicht bzw. nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden.

Gerne beraten wir Sie individuell und interdisziplinär im Rahmen unseres Myomzentrums und erstellen für Sie einen geeigneten Therapieplan.

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