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NoFlow: Intraoperative Arbeitsunterbrechungen und deren Folgen für OP Team und Patienten


Projektmitarbeiter*innen: Amelie Koch, Matthias Weigl
Laufzeit: 2019 - 2021
 

Hintergrund

Der Operationssaal (OP) ist eine anspruchsvolle und hochkomplexe Arbeitsumgebung und hält vielfältige Beanspruchungen für das chirurgische Team bereit. Der OP ist außerdem ein Versorgungssetting, mit einer potentiellen Gefährdung der Patient*innensicherheit. Die Fähigkeit, mit diesen komplexen und vielfältigen Beanspruchungen adaptiv umzugehen, hängt von den kognitiven Ressourcen und Leistungsvoraussetzungen der Mitarbeiter*innen des OP-Teams ab. Diese Ressourcen können durch Störungen und Ablenkungen beeinträchtigt werden. Sogenannte "Flow Disruption Events" (FDs), also Unterbrechungen oder Störungen des Operations- und Arbeitsflusses, treten vielfach auf und beeinträchtigen u.a. die Aufmerksamkeit des OP Teams. Beispiele für solche Ereignisse sind Telefonate, private Kommunikation oder Gerätefehlfunktionen. Es hat sich gezeigt, dass diese Ereignisse die Patientensicherheit negativ beeinflussen können.

 

Zielsetzung

Das Ziel ist die Auswirkungen von Arbeitsunterbrechungen ("Flow Disruption Events") im Operationssaal auf Patient*innen und das OP-Team zu bestimmen. Unser vorrangiges Ziel ist es, Einblicke in Bedingungen und Konsequenzen störungsarmer chirurgischer Eingriffe zu gewinnen, um bestmögliche postoperative Ergebnisse für Patient*innen zu gewährleisten und die Arbeitsbedingungen für das OP-Personal zu verbessern. Ein weiteres Ziel ist die Analyse in robotik-assistierten chirurgischen Versorgungs-Kontexten (hier Operationen mit daVinci-Systemen).

 

Methodik

Unsere Studienpopulation umfasst das gesamte OP-Team während ausgewählter chirurgischer Eingriffe sowie die jeweils behandelten Patient*innen. Die Studie besteht aus zwei Phasen: einer Pilotphase zum Training der Beobachter*innen und einer Hauptphase mit der Erhebung der quantitativen Daten zur Beantwortung der o.a. Fragestellung. Während dieser Hauptphase, werden ausgewählte Eingriffe von trainierten Beobachter*innen bewertet und die Unterbrechungen und Ablenkungen im OP-Verlauf mit einem standardisierten Tool erfasst. Zusätzlich werden nicht-technische Fähigkeiten des OP Teams erfasst. Im Anschluss an diesen operativen Eingriff füllen alle Mitarbeiter*innen des OP Teams einen kurzen standardisierten Fragebogen aus, der die mentale Arbeitsbelastung sowie den Stress während des Eingriffs misst. Außerdem werden postoperativen OP-Ergebnisse (Patient*innenmerkmale) erfasst.

 

Projektstatus

Datenerhebung bis Ende Q2 2021

 

Vorträge

  • Koch, A. (2021): Intraoperative Arbeitsunterbrechungen und Stress in einem DaVinci® OP-Saal: Erste Analysen mit 50 radikalen Prostatektomien (Vortrag, 19.03.2021) Online: 61. Jahrestagung der DGAUM.
  • Koch, A. (2021): Originalstudie: Intraoperative Arbeitsunterbrechungen und Stress in einem DaVinci OP Saal (Poster, 17.03.2021) Online: 61. Jahrestagung der DGAUM.

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