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Die Blutspende

Blut ist mehr als Rot

Das Blut erfüllt im menschlichen Körper vielfältige Aufgaben

  • Rote Blutkörperchen sind für den Sauer­stofftransport verantwortlich
  • Blutplasma hat u. a. Gerinnungseiweiße und Antikörper gegen Krankheitserreger
  • Blutplättchen sorgen zusammen mit den Gerinnungseiweißen für die Blutstillung
  • Weiße Blutkörperchen erfüllen Aufgaben in der Infektions­- und Immunabwehr

Patienten benötigen die lebensrettenden Bluttransfusionen zum Beispiel nach großem Blutverlust bei Unfällen und Operationen, bei gesteigertem Abbau des eigenen Blutes (Hämolyse) oder bei eingeschränkter Blutneubildung im Knochenmark, zum Beispiel auch bei der Behandlung bösartiger Erkrankungen.
 

Zur Anmeldung werden ein gültiger Personalausweis oder ein entsprechendes amtliches Personaldokument benötigt.
Bringen Sie nach Möglichkeit auch Ihren Blutspendeausweis mit.

  • Das Anmeldeformular zur "Krankengeschich­te" und zum Risikoverhalten muss sorgfältig ausgefüllt und unterschrieben sein
  • die Einwilligung zur Spende muss schriftlich erklärt werden
  • die Spendebedingungen müssen anerkannt werden

Vor einer Blutspende sollten Sie außerdem eine leichte Mahlzeit eingenommen haben.
Sie sollten sich fit und gesund fühlen und innerhalb der letzten 12 Stunden vor der Spende keinen Alkohol zu sich genommen haben.

Um die gute Qualität unserer Blutprodukte gewährleisten zu können, sind bestimmte Zulassungsvoraussetzungen für eine Blutspende vorgegeben.

Blutspenden können alle Freiwilligen, die u.a. folgende Kriterien erfüllen:

  • Alter: zwischen 18 und 68 Jahre, bei einer Erstspende ist das Höchstalter 60 Jahre.
  • Gesundheit und somit keine erkennbaren Krankheitszeichen
  • kein Infektionsrisikoverhalten
  • Körpergewicht: mindestens 50 kg
  • Blutdruck systolisch: 100 bis 180 mm Hg
  • Blutdruck diastolisch: unter 100 mm Hg
  • Puls: 50 bis 110 Schläge pro Minute
  • Roter Blutfarbstoff (Hämoglobin): bei Frauen mindestens 125 g/l, bei Männern mindestens 135 g/l
  • normale Körpertemperatur (36-37,4 °C)

Über eine Zulassung zur Blutspende entscheidet ausschließlich der Spendearzt!

Bitte unbedingt einen gültigen Personalausweis mitbringen oder ein vergleichbares amtliches Dokument, in dem Ihre Identität (mit Lichtbild) sowie Ihre aktuelle Wohnadresse bescheinigt werden.

Zusätzlich gibt es bestimmte Zulassungsbeschränkungen und Ausschlusskriterien, welche Personen von einer Blutspende ausschließen.

Rückstellung wegen des West-Nil-Virus (WNV)

1. Wartenummer ziehen und Anmeldebogen ausfüllen

Bitte ziehen Sie eine Wartenummer am Automaten und füllen Sie den Anmeldebogen an einem unserer Stehplätze oder im Wartezimmer aus.
Wer Blut spenden möchte, muss gesund sein. Das ist Grundvoraussetzung - zu Ihrem Schutz und zum Schutz der Empfänger. Daher bitten wir Sie, uns vor der Spende einige Fragen zu beantworten.


2. Begrüßung und Anmeldung

Nachdem Ihre Nummer aufgerufen wurde, geben Sie bitte bei der Anmeldung Ihren ausgefüllten Anmeldebogen ab und weisen sich mit Ihrem Personalausweis aus. Wir erklären Ihnen vor der Spende den Ablauf und fragen Sie nach Besonderheiten.


3. Die Voruntersuchung am Messplatz

An der nächsten Station erfolgt ein kurzer Gesundheits-Check: Wir prüfen Ihren Puls, den Blutdruck, Ihre Körpertemperatur und den Hämoglobinwert Ihres Blutes. Diese Untersuchungen stellen sicher, dass Sie die Blutspende nach menschlichem Ermessen gut vertragen. Hier haben Sie auch noch einmal die Gelegenheit, Fragen zu stellen, die Ihnen am Herzen liegen. Wenn alles in Ordnung ist, geht's weiter.


4. Die ärztliche Untersuchung

Wenn Sie zum ersten Mal Blut spenden, führt unsere Ärztin bzw. unser Arzt noch einige Untersuchungen durch. Danach erfolgt die ärztliche Untersuchung in regelmäßigen Abständen. Damit erhalten Sie einen gewissen Check Ihrer Gesundheit. Ist alles in Ordnung, steht der Blutspende nichts mehr im Weg.


5. Die Spende

Endlich kann es losgehen. In den nächsten 5 - 10 Minuten werden Ihnen ca. 500 ml Blut für die eigentliche Blutspende und noch ca. 30 ml für die notwendigen Laboruntersuchungen entnommen.


6. Die Ruhepause

Nun haben Sie schon fast alles geschafft. Nach der Blutspende ruhen Sie sich erst einmal noch ca. 20 Minuten aus, bevor Sie sich in unserem Café mit einem kleinen Imbiss stärken.


7. Der Imbiss

Jetzt heißt es auftanken! Hierzu steht ein Imbiss mit Brötchen und Aufschnitt, Süßigkeiten und Getränken zur Verfügung.

→ Unser Tipp: Nach der Spende reichlich trinken!

Übrigens: An jedem 1. Montag im Monat steht für Sie unser Vital-Frühstücksbuffet bereit.


8. Nach der Spende

Nachdem Sie sich ausreichend gestärkt haben, gehen Sie zur Anmeldung und füllen den Selbstausschluss aus. Sind Sie nicht sicher, ob Ihr Blut an Patienten weitergereicht werden sollte, können Sie sich gegen eine Weitergabe Ihrer Blutspende entscheiden. Der Selbstausschluss bietet Ihnen dazu die Möglichkeit - Vertraulich und diskret.

Blutspender parken auf dem Gelände des Uniklinikums kostenlos. Bitte lassen Sie Ihr Parkticket nach der Spende an der Anmeldung entwerten.

Während Sie nun Ihren normalen Tagesablauf fortsetzen, geht für den Blutspendedienst die Arbeit weiter: Neben der Aufarbeitung Ihrer Blutspende zu Blutkonserven wird Ihr Blut bei zahlreichen Laboruntersuchungen getestet. Sollte unser Labor auffällige Befunde feststellen, werden Sie von uns informiert!


Das Blutspendeteam im Uniklinikum Bonn freut sich auf Ihren Besuch!

 

Die verschiedenen Spendearten

  • Spendeblutvolumen: ca. ein halber Liter
  • Laborprobenvolumen: ca. 40 Milliliter
  • Entnahmestelle: Ellenbeugenvene
  • Entnahmesystem: steriles Einmalsystem mit 4 Kunststoffbeuteln
  • Spendedauer: maximal 15 Minuten
  • Ruhezeit nach Spende: 5 bis 20 Minuten, anschließend Imbisspause

Spenderinnen und Spender, die Tätigkeiten mit einer erhöhten Gefährdung für sich bzw. andere Personen ausüben (z.B. Dachdecker, Gerüstbauer, Busfahrer, Piloten) dürfen erst 12 Stunden nach der Spende diese Tätigkeiten wieder aufnehmen.

Präparate aus Ihrer Vollblutspende:

  • 1 Konzentrat mit roten Blutkörperchen (Erythrozytenkonzentrat = "Blutkonserve")
  • 1 Einheit Plasma (tiefgefroren)

Durch die Aufteilung Ihres Blutes in zwei verschiedene Präparate ist es möglich, mehr als nur einem Patienten mit Ihrer Spende gezielt zu helfen.

Schritte zur Präparateherstellung aus Vollblut:

  • Zentrifugation zur Trennung der roten und weißen Blutzellen vom Plasma
  • Separation zur Ableitung des Plasmas und des Konzentrates der roten Blutkörperchen (Erythrozytenkonzentrat) in getrennte Beutel
  • Filtration zum Entfernen weißer Blutkörperchen aus dem Erythrozytenkonzentrat


Lagerung und Haltbarkeit der Präparate:

  • Erythrozytenkonzentrat erschütterungsfrei bei 4° C maximal 42 Tage
  • Gefrorenes Plasma bei weniger als minus 30° C maximal 2 Jahre


Verwendung der Präparate:

  • Das Erythrozytenkonzentrat (sogenannte Blutkonserve) enthält die roten Blutkörperchen, die Sauerstoff von der Lunge in alle Organe des Körpers transportieren und somit die "innere Atmung" sicherstellen.
  • Frischplasma enthält neben verschiedenen Eiweißen insbesondere auch gerinnungsaktive Eiweiße, so genannte Gerinnungsfaktoren. Diese Faktoren müssen in ausreichender Menge im Blut vorhanden sein, um Blutungen wirksam verhindern beziehungsweise stoppen zu können.
  • Spendeart: Blutplättchensammlung am Zellseparator (Sammelzentrifuge)
  • Spendevolumen: ca. 450 ml Plasma
  • Laborprobenvolumen: ca. 40 ml
  • Entnahmestellen: Ellebeugenvenen beidseitig
  • Entnahmesystem: steriles geschlossenes Einmalsystem
  • Spendedauer: 1 - 2 Stunden
  • Ruhezeit nach Spende: keine
  • Präparate d. Zellseparation: 2 Blutplättchenkonzentrate (Thrombozyten in Plasma)


Vorgang der Blutplättchensammlung (Thrombozytapherese):
Aus einer Ellenbeugenvene wird während der Sammlung ununterbrochen Vollblut entnommen und mit Citrat gemischt, damit es nicht gerinnt. Anschließend werden aus dem Blut durch ein spezielles Zentrifugationsverfahren Blutplättchen gesammelt. Gleichzeitig wird zur Lagerung der Plättchen ca. 450 ml. Blutplasma gewonnen. Der Rest des entnommenen Vollblutes wird über die andere Ellenbeugenvene wieder zurückgegeben. Für den Plättchenspender ein schonendes Verfahren. Der Spender behält für sich ausreichend viele Blutplättchen und das gerinnungshemmende Citrat wird von der Leber direkt abgebaut. Es besteht bei der Plättchensammlung also keine besondere Blutungsgefahr für den Spender.

Verwendung der Thrombozytenkonzentrate:
Die meisten Thrombozytenkonzentrate werden von hämatologisch-onkologischen Patienten benötigt, das heißt von Patienten, die entweder wegen ihrer Erkrankung oder wegen der Therapie eines Krebsleidens zu wenig Blutplättchen bilden. Aber auch bei sehr großen Blutverlusten oder einem hohen Verbrauch von Plättchen im Körper bei einer ausgeprägten Gerinnungsstörung müssen ggf. Thrombozytenkonzentrate verabreicht werden, damit die Blutstillung und Blutgerinnung unterstützt wird und der Patient nicht verblutet.

Kann ich Blutplättchenspender werden?
Im Prinzip kann jeder, der bei uns zweimal Vollblut gespendet hat, auch Plättchenspender werden. Aber es gibt einige zusätzliche Voraussetzungen für dieses besondere Spendeverfahren:

  • der Spender muss in beiden Ellenbeugen gute Venen aufweisen
  • die Anzahl der Thrombozyten vor der Spende sollte mindestens 250 Tsd/Mikroliter betragen
  • der Spender muss ein ausreichendes Blutvolumen besitzen
  • der Spender sollte von einem Tag auf den anderen zur vereinbarten Zeit morgens zum Spenden kommen können
  • Thrombozytenspender sollten mindestens 70 kg wiegen

Eine telefonische Anmeldung unter +49 228 287-15174 ist unbedingt erforderlich.

Montag          08:00 bis 10:00 Uhr
Dienstag        10:00 bis 12:00 Uhr
Donnerstag   10:00 bis 12:00 Uhr
Freitag           08:00 bis 10:00 Uhr

Informationen zur Eigenblutspende
Die Transfusion des eigenen Blutes vermindert einige seltene Risiken, die bei der Gabe von Fremdblut nicht absolut sicher ausgeschlossen werden können. Zu diesen zählen zum Beispiel Unverträglichkeitsreaktionen auf fremde Blutbestandteile oder eine Übertragung von Infektionskrankheiten.

Eine Eigenblutspende ist eine individuelle Entscheidung, die unter Abwägung von vielen Faktoren gemeinsam vom behandelnden Arzt und dem Patienten zu treffen ist.

  • Spendeart: Plasmasammlung durch maschinelle Apherese (Filtration)
  • Spendevolumen: 750 ml Plasma (inkl. Citrat)
  • Laborprobenvolumen: ca. 40 ml
  • Entnahmestellen: Ellebeugenvene (sog. Ein-Arm-Verfahren)
  • Entnahmesystem: steriles geschlossenes Einmalsystem
  • Spendedauer: ca. 1 Stunde
  • Ruhezeit nach Spende: keine
  • Präparate d. Zellseparation: 3 Einheiten gerinnungsaktives Plasma
  • Abstand zwischen 2 Spenden: 7 Tage

Vorgang der Plasmapherese
Nach Hautdesinfektion wird wie beim Blutspenden eine Vene in der Ellenbeuge punktiert. Das Blut fließt über eine Pumpe in ein Gerät, das die Blutflüssigkeit von den Blutzellen trennt (Plasmafiltration). Wenn eine bestimmte Menge (ca. 200 ml) Blut gefiltert ist, werden die Blutzellen über die gleiche Kanüle zurückgegeben. Dies entspricht einem Zyklus. Entnahme und  Rückgabe des Blutes erfolgen also über eine einzige Kanüle (sog. Einarmverfahren). Wir entnehmen bis zu 750 ml Plasma in etwa 6 bis 8 Zyklen. Die Spendedauer beträgt knapp eine Stunde. Damit das Blut im Entnahmesystem nicht gerinnt, muss ihm ein Zusatz (z.B. Citrat) beigemischt werden. Dieser Zusatz wird unmittelbar in Ihrer Leber wieder abgebaut. Da Citrat jedoch Kalzium bindet, kann dies in einzelnen Fällen zu entsprechenden Nebenwirkungen führen.

Kann ich Plasmaspender werden?
Jeder gesunde Blutspender, der über 60 kg wiegt und über ausreichend Plasmaeiweiß verfügt, kann Plasma spenden (im Spendedienst des Uniklinikums Bonn frühestens nach der zweiten Vollblutspende). Eine gute Ellenbeugenvene ist eine weitere Voraussetzung für die erfolgreiche Spende. Eine ausgewogene Ernährung ist empfehlenswert, fettreiche Kost vor der Spende ist bitte unbedingt zu vermeiden.

Verwendung des Plasmas
Das Plasma muss tiefgefroren zunächst vier Monate gelagert werden (Quarantänelagerung) und kann danach erst einem Patienten helfen, wenn das Blut des Plasmaspenders im Rahmen einer aktuellen Spende erneut untersucht werden konnte. Therapeutisches Plasma hilft bei einem Mangel an gerinnungsaktiven Eiweißen zum Beispiel im Rahmen großer Blutverluste oder lebensbedrohlichen Störungen des Blutgerinnungssystems.

Achtung „Minipille“:
Bei Einnahme niedrig dosierter Gestagen Monopräparate zur Empfängnisverhütung müssen zwischen Einnahme und dem Beginn der Plasmaspende mindestens 3 Stunden vergangen sein, damit die Wirkung der „Pille“ nicht eingeschränkt wird.

Notruf 112

Ärztlicher Notdienst 116 117

Giftnotrufzentrale
Tel: +49 228 19240

Notfallzentrum Bonn

Kindernotfallzentum Bonn

UKB-Telefonzentrale
+49 228 287 0

Information gemäß § 6 Medizinprodukte-Betreiberverordnung "Beauftragter für Medizinproduktesicherheit"

Sehr geehrte Damen und Herren,

gemäß § 6 Medizinprodukte-Betreiberverordnung steht Ihnen das Universitätsklinikum Bonn im Zusammenhang mit Meldungen über Risiken von Medizinprodukten, Informationen zu Rückrufen oder Warn- und Sicherheitshinweisen sowie bei der Umsetzung von notwendigen korrektiven Maßnahmen unter folgender E-Mailadresse zur Verfügung: Enable JavaScript to view protected content.

Diese E-Mailadresse richtet sich vorzugsweise an Kontaktpersonen von Behörden, Herstellern und Vertreibern von Medizinprodukten.

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