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Stammzelltherapie

Zelltherapie

Im Zelltherapie-Bereich unseres Institutes werden im Rahmen der Behandlung verschiedener Krebserkrankungen, vor allem bestimmter Leukämien und Tumoren, autologe und allogene blutbildende Stammzellen sowie Immunzellen (Donorlymphozyten) gewonnen. Des Weiteren erfolgt seit 2020 die Gewinnung autologer T-Zellen im Rahmen der CAR-T-Zell-Therapie.
Ansprechpartner für den Bereich Zelltherapie sind OA PD Dr. V. Ivaskevicius und OA PD Dr. H. Rühl, erreichbar über das Sekretariat unter +49 228 287-15176.

 

Autologe Stammzelltransplantation

Iht Haema Stickstoff 2011 02 55052b

Körpereigene (autologe) blutbildende (hämatopoetische) Stammzellen  werden bei Patienten entnommen, deren Erkrankung eine hochdosierte Chemotherapie erfordert. Diese führt jedoch als Nebenwirkung zu einer Schädigung der blutbildenden Zellen im Knochenmark.

Vor dieser hochdosierten Chemotherapie werden von den betroffenen Patienten daher Stammzellen mittels Apherese aus dem Blut gewonnen, einem Verfahren, das am ehesten mit einer Dialyse vergleichbar ist. Die Patienten werden 5 Tage mit einem Wachstumsfaktor (G-CSF, granulocyte stimulating factor) vorbehandelt. Dadurch steigt die Zahl der aus dem Knochenmark freigesetzten Stammzellen im Blut („Stammzellmobilisierung). Die Stammzellen können dann über ein spezielles Gerät (Zellseparation/ Leukapherese) aus dem peripheren Blut gewonnen werden. Die gesammelten patienteneigenen Stammzellen werden nach der Entnahme speziell aufbereitet und anschließend in flüssigem Stickstoff gelagert (kryokonserviert), dies ist über mehrere Jahre möglich. Nach Abschluss der hochdosierten Chemotherapie werden die körpereigenen Blutstammzellen wieder aufgetaut und dem Patienten über einen Venenkatheter wieder zugeführt (transplantiert). Die transfundierten Blutstammzellen gelangen wieder ins Knochenmark und können dort neue Blutzellen bilden. Die Sammlung der Stammzellen, ihre Aufbereitung und Lagerung erfolgen an unserem Institut. 

Folgende Erkrankungen werden in unserer Klinik häufig mit einer autologen Stammzelltransplantation behandelt: Multiples Myelom, Non-Hodgkin-Lymphome, Morbus Hodgkin und einige ausgewählten solide Tumorerkrankungen (z. B. Sarkome).
 

Allogene Stammzelltransplantation

Seit 2012 erfolgen am Universitätsklinikum Bonn auch allogene Stammzelltransplantationen. Hierbei werden den Patienten nach einer intensiven Chemotherapie - gegebenenfalls kombiniert mit einer Ganzkörperbestrahlung – blutbildende Stammzellen eines gesunden fremden („allogenen“) Spenders transplantiert. Für einige Patienten kommen Stammzellen eines verwandten Spenders in Frage, die ebenfalls an unserem Institut aus dem peripheren Blut mittels Apherese gesammelt werden. Diese Stammzellspenden erfolgt grundsätzlich ambulant. Voraussetzung für eine solche Stammzellspende ist eine möglichst große Übereinstimmung der Gewebemerkmale („HLA-Merkmale“) von Spender und Empfänger. Die Analyse dieser Merkmale, die so genannte HLA-Typisierung, für die eine einfache Blutentnahme ausreicht, kann in unserem Institut durchgeführt werden.

UKB Universitätsklinikum BONN / Medizinische Fakultät - HLA / Immungenetik (ukbonn.de)

Allogene hämatopoetische Stammzellen werden in der Regel unmittelbar transplantiert, können bei Bedarf jedoch auch in flüssigem Stickstoff gelagert werden. Folgende Erkrankungen werden in unserer Klinik häufig mit einer allogenen Stammzelltransplantation behandelt: Akute myeloische Leukämie, akute lymphatische Leukämie, Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome, Myelodysplastische Syndrome.

Im Verlauf der Therapie von Empfängern allogener hämatopoetischer Stammzellen kann es erforderlich sein, dass ihnen erneut Immunzellen des Stammzellspenders, sogenannte Donorlymphozyten, verabreicht werden. Diese werden durch eine erneute Apherese des Stammzellspenders gewonnen, ohne dass eine Stammzellmobilisation durchgeführt werden muss.
 

Zelluläre Immuntherapie

Grafik ZelltherapieUnser Anspruch ist es, Patienten in schwierigen therapeutischen Situationen Zugang zu innovativen Ansätzen der Krebstherapie zu ermöglichen.

Die CAR-T-Zell-Therapie ist eine innovative zelluläre Immuntherapie, deren Anwendung nur in spezialisierten Zentren erfolgen kann. Bei der CAR-T-Zell-Therapie werden Immunzellen (T-Lymphozyten bzw. T-Zellen) gentechnisch so verändert, dass sie bösartige Zellen erkennen können, auch wenn es sich um körpereigene Zellen handelt. Die so erzeugten „Chimeric Antigen Receptor“-T-Zellen binden durch ihre gentechnische Veränderung eine bestimmte Oberflächenstruktur auf Krebszellen, bei Lymphomen und Leukämien zum Beispiel das CD19-Antigen.

Der praktische Ablauf beinhaltet zunächst das Sammeln von T-Zellen des Patienten (Leukapherese), dann die Bearbeitung dieser Zellen in einem Labor (Selektion, Transduktion und Expansion) und schließlich die Rückgabe der gentechnisch veränderten CAR-T-Zellen (Tisagenlecleucel, Axicabtagene-Ciloleucel) als Infusion. Die CAR-T-Zellen erkennen dann CD19-positive Zellen im Körper, werden aktiviert, vermehren sich und greifen die CD19-positiven Krebszellen am.

Notruf 112

Ärztlicher Notdienst 116 117

Giftnotrufzentrale
Tel: +49 228 19240

Notfallzentrum Bonn

Kindernotfallzentum Bonn

UKB-Telefonzentrale
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Sehr geehrte Damen und Herren,

gemäß § 6 Medizinprodukte-Betreiberverordnung steht Ihnen das Universitätsklinikum Bonn im Zusammenhang mit Meldungen über Risiken von Medizinprodukten, Informationen zu Rückrufen oder Warn- und Sicherheitshinweisen sowie bei der Umsetzung von notwendigen korrektiven Maßnahmen unter folgender E-Mailadresse zur Verfügung: Enable JavaScript to view protected content.

Diese E-Mailadresse richtet sich vorzugsweise an Kontaktpersonen von Behörden, Herstellern und Vertreibern von Medizinprodukten.

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