Informationen für Erstberater*innen
Was ist für die Erstberatung wichtig?
Für eine reibungslose und strukturierte Aufnahme in das Lungenkrebsscreening sollten folgende Angaben möglichst vollständig dokumentiert werden:
- Alter
- Aktueller Rauchstatus
- Dauer des Rauchens
- Packungsjahre (Pack Years)
- Relevante Vorerkrankungen
- Allgemeine Eignung für ein Früherkennungsprogramm
Diese Informationen bilden die Grundlage für eine fundierte Einschätzung und ermöglichen eine gezielte Auswahl geeigneter Patientinnen und Patienten.
Wie erfolgt die Zuweisung?
Die Anspruchsprüfung sowie die ärztliche Beratung und Aufklärung erfolgen durch entsprechend qualifizierte Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner, Internistinnen und Internisten oder Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner.
Im Anschluss prüft die radiologische Einrichtung die rechtfertigende Indikation zur Durchführung der Niedrigdosis-CT. Erst danach erfolgt die eigentliche Screening-Untersuchung.
Fortbildung für Erstberater*innen
Das Universitätsklinikum Bonn bietet unter Beteiligung der Kooperationspartner des Lungenkrebszentrums eine kostenfreie Fortbildung für erstberatende Ärztinnen und Ärzte an.
Die Fortbildung richtet sich an Fachärztinnen und Fachärzte für Allgemeinmedizin, Innere Medizin und Arbeitsmedizin sowie an Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung in diesen Gebieten, welche mindestens im dritten Jahr der Weiterbildung sind. Sie vermittelt kompakt und praxisnah die Grundlagen, die Sie für eine qualifizierte Erstberatung benötigen.
Inhalte der Fortbildung
- Grundlagen und Organisation des Lungenkrebs-Screenings
- Identifikation geeigneter Teilnehmender und Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen
- Aufklärung über Nutzen und mögliche Risiken
- Grundkenntnisse zur Befundklassifikation nach Lung-RADS
- Weiteres Vorgehen nach der Untersuchung
- Beratungsmöglichkeiten zum Rauchstopp
- Zuweisungsweg, Dokumentation und Befundrückmeldung im regionalen Netzwerk
















