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Kiefergesundheit und seltene Kiefererkrankungen

In der Sprechstunde für Kiefergesundheit und seltene Kiefererkrankungen betreuen wir Patienten mit verschiedenen Erkrankungen, welche primär den Kiefer oder den Kiefer im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen betreffen.

Eine mittlerweile häufige Erkrankung ist die „medikamenten-assoziierte Kiefernekrose“. Hierbei handelt es sich um den schrittweisen Untergang des Kieferneknochens im Rahmen der Behandlung mit sogenannten antiresorptiven Medikamenten (Bisphosphonate oder Anitkörper). Weiterhin behandeln wir in dieser Spezialsprechstunde Patienten mit dem sog. „Eagle-Syndrom“, Knochenentzündungen („Osteomyelitis“) und anderen seltenen Syndromen und Kiefererkrankungen.

Bei bestimmten Tumorerkrankungen oder Osteoporose (fortgeschrittenem Knochenschwund) werden häufig Medikamente eingesetzt, die das Knochengewebe stabilisieren und einen Knochenabbau verlangsamen sollen (sog. „Antiresorptiva“, „Osteoprotektiva“). Hierzu werden typischerweise Bisphosphonate (wie z.B. Zolendonat) oder spezielle Antikörper (wie z.B. Denosumab) verabreicht.

Leider kann als Nebenwirkung dieser Behandlung eine Schädigung des Kieferknochens (Kiefernekrose; MRONJ) eintreten. Klinisch fallen zunächst kleinere, schmerzlose Veränderungen der Mundschleimhaut auf, oft nach invasiven Zahnbehandlungen (z.B. Extraktionen). Später droht der irreversible Untergang von Zahnfleisch und Knochengewebe.

Untersuchungen haben gezeigt, dass eine fundierte Vorsorge die Folgen für die Kiefergesundheit betroffener Patienten vermindern kann. Daher bieten wir für Patienten unter antiresorptiver Therapie eine spezielle Sprechstunde an. Hier werden Sie von mit diesem Krankheitsbild vertrauten Fachärzten und Fachzahnärzten beraten, welche Maßnahmen zum Schutz ihres Kieferknochens notwendig sind, um den Eintritt einer Kiefernekrose zu vermeiden oder zumindest zu verzögern. Ist bei Ihnen bereits eine Kiefernekrose festgestellt worden, so bieten wir Ihnen eine bestmögliche Behandlung und Verlaufskontrolle an, insbesondere wenn eine weitere zahnärztliche Behandlungsnotwendigkeit besteht.

Das Eagle Syndrom kann entstehen wenn der Griffelfortsatz, der sogenannte Processus styloideus des Schläfenbeins (Os temporale) verlängert ist oder das Verbindungsband (Ligamentum stylohyoideum) zwischen dem Fortsatz und dem Zungenbein (Os hyoideum) verknöchert ist. Es kann in der Folge zu verschiedenen Vorgängen im Kopf/Hals Bereich kommen, welche zu Symptomen führen können. Zum Einen kann es zu einer Reizung der Schlundwand (Pharynx) kommen. Die kann in Schluckbeschwerden, einem Fremdkörpergefühl oder einem Brennen führen. Bei ausgedehnter Verknöcherung der Bänder kann ein Strangulationsgefühl auftreten. In einigen Fällen kommt es, insbesondere bei sehr voluminösen Fortsätzen, zu Ohrgeräuschen, Tinnitus oder Hörempfindlichkeiten. Weiterhin können bei einem Abdrücken der großen Halsgefäße Schwindel, Ohnmacht, Gangunsicherheit oder sogar Gefäßverletzungen die Folge sein. Eine Reizung von Hirnnerven kann zu ausstrahlenden Schmerzen in den Hals, die Brustwand oder in Richtung Schläfe und Auge führen. Letztlich ist das Eagle-Syndrom sehr schwer zu diagnostizieren. Nicht zuletzt wegen der vielen unterschiedlichen Symptome bleibt das Syndrom häufig eine Ausschlussdiagnose, wenn die häufigeren anderen Gründe für die Beschwerden ausgeschlossen wurden.

Nicht zuletzt wegen der vielen unterschiedlichen Symptome bleibt das Syndrom häufig eine Ausschlussdiagnose, wenn die häufigeren anderen Gründe für Beschwerden ausgeschlossen sind.

In den letzten Jahren konnten wir vielen Patienten erfolgreich helfen. In unserer Sprechstunde für Kiefergesundheit nehmen wir uns ausreichend Zeit, alle Befunde mit Ihnen zu besprechen und den weiteren Weg mit Ihnen, bis hin zur Operation, zu planen.

Die Operationsplanung schließt eine 3D-Aufnahme des entsprechenden Gebiets ein. Zur Fragestellung ob und wann eine Computertomographie erfolgen sollte, können wir vor Ihrem Termin klären, um die Untersuchung möglichst effektiv und zeitsparend zu gestalten. Viele unserer Patienten haben eine sehr lange Anfahrt. In diesen Fällen ist es möglich, die Bildgebung bereits vor Ihrem Termin zu übermitteln.

Die Sprechstunde findet in der Regel freitags nach telefonischer (Tel: 0228 287 22417) oder online Terminvereinbarung statt.

Sprechstunde für Kiefergesundheit

Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie

Welschnonnenstr. 17

53111 Bonn

Sprechstundenleiter: PD Dr. Nils Heim

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