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Klinische Forschung

Brosseron Forschung AlzheimerProjektleiter:
Frederic Brosseron, PhD

Projekt - Mitglieder:
Maurizio Severino, MD-PhD, Kishore Aravind Ravichandran, MSc, Francesco Santarelli, Stephanie Schwarz, MSc; Sergio Castro-Gomez, MD-PhD, Pawel Tacik, MD

Das Biomarker-Forschungsprojekt des Heneka-Labors hat seinen Fokus auf Inflammations-bezogenen Marker-Kandidaten der Alzheimer-Krankheit und anderer neurodegenerativer Erkrankungen. Dieser Ansatz umfasst sowohl Screening- als auch gezielte Biomarker-Studien und zielt letztlich darauf ab Erkenntnisse aus der Molekularbiologie in Anwendungen zu überführen, welche für klinische Diagnostik und klinische Studien verwendbar sind. Das Projekt ist eingebettet in ein kollaboratives Netzwerk aus UKB, DZNE und internationalen Partnern.

Die Forschung in diesem Projekt hat bereits zu zwei EU-geförderten Projekten beigetragen (HPND-BIOMARKAPD und IMI-AETIONOMY) und ein Panel aus inflammationsbezogenen Biomarkern mit reproduzierbaren Effekten und robuster Detektierbarkeit in Cerebrospinalflüssigkeit (CSF) bestimmt. Die Ergebnisse dieser Studien deuten darauf hin, dass die Trajektorie von Immun-Biomarkern nicht nur durch pathologische Prozesse, sondern auch durch Risikofaktoren neurodegenerativer Erkrankungen wie das Altern bestimmt wird. Gegenwärtig wird dieses Biomarker-Panel in CSF und peripherem Blut innerhalb der DZNE-DELCODE-Kohorte sowie dem EU-JPND geförderten Projekt PREADAPT untersucht. In PREADAPT werden dabei verschiedene prospektive Kohorten, Interventionssstudien und Forschungsdaten aus dem EU-Raum kombiniert.

Das Projekt untersucht weiterhin inflammations-assoziierte mikroRNA innerhalb der DFG-geförderten Kollaboration NeuroSENS mit dem Institut für Mikorsystemtechnik (IMTEK, Freiburg).

Um das Panel an Biomarkern weiter zu entwickeln, wird innerhalb des Projektes kontinuierlich nach zusätzlichen Alters-assoziierten Immunmolekülen gesucht, nach direkten Markern der Aktivierung des Inflammasom-Komplexes, sowie die Verbesserung und Standardisierung der vielversprechendsten Biomarkerkandidaten vorangetrieben.

Neben der Forschung an neuartigen Biomarkern unterstützt das Projekt ebenfalls die Bestimmung von Routine-Alzheimer Biomarkern aus der eigenen CSF Biobank des Labors (Ethik-Votum Nr. UKB 279/10) sowie in DZNE Studien. Das Heneka-Labor nimmt weiterhin am Qualitässicherungs-Programm der Alzheimer´s Association für CSF Biomarker teil, welches durch die Universität Göteborg organisiert wird.

Publikationen

Brosseron F, Kleemann K, Kolbe CC, Santarelli F, Castro-Gomez S, Tacik P, Latz E, Jessen F, Heneka MT. Interrelations of Alzheimer´s disease candidate biomarkers neurogranin, fatty acid-binding protein 3 and ferritin to neurodegeneration and neuroinflammation. J Neurochem. 2020 Sep 7. doi: 10.1111/jnc.15175. PMID: 32894885

Brosseron F, Kolbe CC, Santarelli F, Carvalho S, Antonell A, Castro-Gomez S, Tacik P, Namasivayam AA, Mangone G; Schneider R, Latz E, Wüllner U, Svenningsson P, Sánchez-Valle R, Molinuevo JL, Corvol JC, Heneka MT on behalf of the AETIONOMY study group. Multi-centre Alzheimer´s and Parkinson´s disease immune biomarker verification study. Alzheimers Dement. 2020 Feb;16(2):292-304. PMID: 31630996

Brosseron F, Traschütz A, Widmann CN, Kummer MP, Tacik P, Santarelli F, Jessen F, Heneka MT. Characterization and clinical use of inflammatory cerebrospinal fluid protein markers in Alzheimer's disease. Alzheimers Res Ther. 2018 Feb 26;10(1):25. PMID: 29482610

Brosseron F, Krauthausen M, Kummer MP, Heneka MT (2014) Body fluid cytokine levels in mild cognitive impairment and Alzheimer´s disease: A comparative overview, Mol Neurobiol. 2014 Oct;50(2):534-44. PMID: 24567119

Covimmune Clin LogoStudie: COVIMMUNE-Clin

Studientitel: Langzeitfolgen von COVID-19 für pulmonale und neurokognitive Störungen

DRKS-ID: DRKS00023806

Hintergrund:

Es besteht ein dringender Bedarf, die Langzeiteffekte der SARS-CoV-2-Infektion zu verstehen, die gemeinhin unter dem Begriff "Long Covid" oder neuerdings "Post-Covid Condition" zusammengefasst werden. Zu den Sorgen und Symptomen, die von Patient*innen in den Monaten nach der Genesung berichtet werden, gehören Beeinträchtigungen durch erlebten "Hirnnebel", Konzentrations- und Gedächtnisproblemen. Obwohl diese Symptome bisher noch nicht systematisch untersucht wurden, deuten bisherige empirische Befunde darauf hin, dass die genannten Beschwerden bis zu 4-6 Monate andauern können. Die langfristigen Auswirkungen auf die geistige Leistungsfähigkeit und Lunge von genesenen Patient*innen bedarf einer sorgfältigen Charakterisierung und angemessenen Kontextualisierung.

Das Ziel dieser Studie ist ein prospektiver Vergleich der neurokognitiven Funktionen und der pulmonalen Folgen nach einer SARS-CoV-2 Infektion. Alle Teilnehmenden werden umfassenden kognitiven und neurologischen Untersuchungen (einschließlich MRT), sowie Lungenfunktionstests unterzogen. Serum-Biomarker der Neurodegeneration werden ebenfalls bestimmt. Zudem sind Fragebögen, bezogen auf die Bewältigung alltäglicher Aufgaben, Lebensstilfaktoren und weitere Gesundheitsfaktoren, Teil der Studie.

Diese monozentrische, beobachtende Kohortenstudie wird über einen Zeitraum von 12 Monaten zwei extreme Verläufe einer SARS-CoV-2 Infektion vergleichen. Dafür werden genesene Patient*innen mit einerseits asymptomatischem (milder Verlauf mit höchstens Geruchs- oder Geschmacksstörungen) und andererseits schwerem Krankheitsverlauf mit Krankenhausaufenthalt untersucht. Zusätzlich wird eine dritte Kontrollgruppe, bestehend aus gesunden Teilnehmenden ohne Gedächtnisbeschwerden, untersucht.

Dieses Forschungsprojekt steht im Zusammenhang mit dem, durch das Bundesministerium für Gesundheit finanzierte, Schirmprojekt "COVIMMUNE- Untersuchungen der Funktion des Immunsystems und des Krankheitsverlaufs bei COVID-19" [Zuschussnummer 01K/20343]. Die Finanzierung dieses Teilprojekts wurde den Hauptverantwortlichen Michael T. Heneka in der Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie sowie Dirk Skowasch in der Klinik für Innere Medizin II, Kardiologie, Pneumologie und Angiologie des Universitätsklinikums Bonn übertragen.

COVIMMUNE-Clin wurde von der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn [IRB ID Nr. 511/20] genehmigt.

Diese Studie wird in Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie, Innere Medizin, Neuroradiologie und dem Studienzentrum Bonn durchgeführt. 

Weitere Informationen finden Sie in der Studienanmeldung unter der DRKS ID: DRKS00023806

Wenn Sie sich für eine Teilnahme an der Studie interessieren, klicken Sie bitte hier:


Teilnehmen


Verwandte Publikationen:

BmBF Logo1. Heneka MT, Golenbock D, Latz E, Morgan D, Brown R. Immediate and long-term consequences of COVID-19 infections for the development of neurological disease. Alzheimers Res Ther. 2020;12(1):69. doi:10.1186/s13195-020-00640-3 PMID: 32498691

2. Widmann CN, Wieberneit M, Bieler L, et al. Longitudinal Neurocognitive and Pulmonological Profile of Long-Covid: the COVIMMUNE-Clin Study Protocol. [under review] May 2021.

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