Aktuelles
Wir fahren nach Berlin!
– Erfolgreiche Teilnahme am Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie 2025
Insgesamt fünf Nachwuchstalente der AG Faber präsentierten ihre Promotions- und Abschlussarbeiten beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie vom 12.-15 November 2025 in Berlin. Im Rahmen der Postersessions gab Kennet Teichmann Ein- und Ausblicke rund um seine medizinische Promotion zum Thema „Manuelle Subsegmentierung des Hirnstamms bei Spinozerebellärer Ataxie Typ 3“. Jahn Theisen präsentierte die Ergebnisse seiner Masterarbeit „Association Rule Mining und Graph-basierte Analyse ermöglicht anhand von Querschnittsdaten die Rekonstruktion der Progression regionaler neurodegenerativer Veränderungen bei SCA3“. Besonders gefreut hat uns die Auswahl des von Alena Rosenow eingereichtem Abstract zu ihrem Promotionsthema „Kognitive Beeinträchtigungen bei Ataxien“ für einen Vortrag in der Young-Talent-Arena. Und über zwei weitere Auszeichnungen durften wir uns freuen: Sowohl Philipp Wegner mit seinem Beitrag eines Teilaspekts seiner PhD-Arbeit mit dem Titel „Von Explainable AI zu Biomarkern: Identifikation krankheitsrelevanter Hirnregionen bei Spinozerebellärer Ataxie Typ 3“, als auch Anton Ludwig mit der Vorstellung seines Promotionsthemas „Quantitative und qualitative bildgebende Parameter zur Differenzierung sporadischer Ataxie-Erkrankungen: MSA-C vs. SAOA“ wurden jeweils mit dem 2. Posterpreis in den jeweiligen Postersessions zu Bewegungsstörungen ausgezeichnet. Darüber hinaus gab es noch weitere Posterbeiträge aus der Ataxieambulanz, Human Imaging Unit und Klinischer Forschung des DZNE von Katharina Hill, Berkan Koyak, Monika Klinko (Bonn) und Hannah Baumeister (DZNE Magdeburg). Der Vortrag von PD Dr. Jennifer Faber zum Thema „Bildgebende und digitale Biomarker bei Ataxien: Auf dem Weg zu innovativen Therapieoptionen“ war Teil der Session „Ataxie (er)kennen“ initiiert von der Jungen Neurologie und moderiert von Carolin Höhne, Universitätsmedizin Charité, und Franziska Schulze, MHB Theodor Fontane. Die Veranstaltung traf auf breites Interesse: Sie war vor Ort so gut besucht, dass der Zugang zum Saal eingeschränkt werden musste, und online wurde sie 5.000 Mal aufgerufen. Die angeregte Diskussion gemeinsam mit Dr. Stella Lischwesky, RWTH Aachen, und Dr. Astrid Nümann, Charité Universitätsmedizin, rund um die beste Versorgung von Ataxiepatient:innen unterstrich die Herausforderungen, vor allem aber auch die zunehmenden therapeutischen Möglichkeiten.
Wir gratulieren allen Vortragenden zu ihrer beeindruckenden und souveränen Leistung! Es war ein spannender Kongress mit vielen neuen Inspirationen für die Forschung und trotz kleiner Herausforderungen in der Reise am Knotenpunkt Köln (Anreise am 11.11., Rückreise bei gesperrtem Hbf) ein tolles Erlebnis in Berlin.
Projektförderung durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung für die Bestimmung metabolischer Biomarker bei der Parkinson-Krankheit
Mit einer Fördersumme von 213.000 Euro unterstützt die Else Kröner-Fresenius-Stiftung ein neues Forschungsprojekt unter der Leitung von Frau Dr. Janis Bedarf (Universitätsklinikum Bonn / Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen).
Im Mittelpunkt steht die Untersuchung krankheitsspezifischer Veränderungen im Urin-Metabolom von PatientInnen mit Parkinson-Krankheit sowie von Personen im prodromalen Stadium (isolierte REM-Schlaf-Verhaltensstörung), um neue Biomarker für eine frühzeitige Diagnostik und die Beurteilung der Krankheitsprogression zu identifizieren.
Durch longitudinale Analysen von Urin-, Plasma- und Stuhlproben sowie die Integration metabolischer, metagenomischer und ernährungsbezogener Daten soll das Zusammenspiel zwischen Darmmikrobiom und Wirtsmetabolismus besser verstanden werden. Die Förderung ermöglicht die konsequente Umsetzung dieses translationalen Forschungsansatzes und eröffnet neue Perspektiven für krankheitsmodifizierende Therapien.
Parkinson Stiftung fördert innovative Forschungsprojekte mit insgesamt 250.000 Euro
In der Kategorie der Grundlagenforschung wurden Priv. Doz. Dr. med. Michael Sommerauer und Dr. rer. nat. Dominic Gosejacob (Universitätsklinik Bonn und Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen) mit dem Projekt „Movin Against Inflammation: Physical Activity as Early Intervention in iRBD“ ausgezeichnet.
Grundlagenwissenschaftliche Projekte sind an der Ursachenaufklärung orientiert. Mit dem Preisgeld von 100.000 Euro sollen Forschungsvorhaben prämiert werden, die in Modellsystemen biologische Mechanismen aufklären oder präventive bzw. therapeutische Strategien präklinisch untersuchen.
Erfolgreicher Auftakt:
Erster Ataxie-Infotag am Ataxia Awareness Day
Am 25. September 2025 fand erstmals der Ataxie-Infotag anlässlich des Ataxia Awareness Day statt – ein voller Erfolg! Gemeinsam mit Kolleg:innen der Universitätskliniken Heidelberg, Düsseldorf und Essen bot die Veranstaltung spannende Einblicke in die Forschung und Behandlung von Ataxien.
Initiiert und geleitet wurde die Veranstaltung von PD Dr. Jennifer Faber, Leiterin der Ataxieambulanz am Universitätsklinikum Bonn, und des DZNE Clinical Ataxia Network des Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen, in Zusammenarbeit mit der Deutsche Heredoataxie Gesellschaft. Deren 1. Vorsitzende Frau Marion Nadke betonte in Ihrem Grußwort, wie wichtig es ist, Wissenschaft und Forschung gemeinsam mit Betroffenen und deren Familien zu gestalten.
Die Teilnehmer:innen erwarteten hochinteressante Vorträge zu spinozerebellären Ataxien (PD Dr. Heike Jacobi, Universtitätsklinikum Heidelberg) und Friedreich-Ataxie (PD Dr. Marcus Grobe-Einsler, Universitätsklinikum Düsseldorf), der Therapie der Spastik (Dr. Janis Bedarf, Universitätsklinikum Bonn), Neurourologie (PD Dr. Stephanie Knüpfer, Universitästklinikum Bonn), der Rolle des Kleinhirns bei Emotion und Kognition (Prof. Dagmar Timmann-Braun, Universitätsklinikum Essen). Abgerundet durch den letzten Vortrag zur Frage, wie Forschung und Patientenversorgung durch künstliche Intelligenz unterstützt werden können von PD Dr. Jennifer Faber.
Die Veranstaltung erfolgt im hybriden Format um auch stark mobilitätseingeschränkten Patient:innen die Teilnahme zu ermöglichen. Dies wurde sehr gut angenommen: Die Veranstaltung hatte die bisher höchsten Online-Teilnehmer:innenzahl – verglichen mit den bisherigen Infotagen 2025 zur Parkinsonkrankheit und Demenz. Vor Ort gab es eine kleine Industrie und Wisschenschafts-Ausstellung die faszinierende Einblicke in Forschung und wissenschaftliches Arbeiten, darunter automatisierte Bewegungserkennung und 3D-Modellen zur Anatomie von Gehirn und Hirnstamm.
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und wird sicher zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders. Unser gemeinsames Ziel ist es, Forschung und Patientenversorgung weiterhin eng miteinander zu verbinden, damit neue Erkenntnisse unmittelbar den Menschen zugutekommen, die sie am meisten betreffen.
Alle Vorträge wurden gestreamt und bereits über 1000 Mal online abgerufen. Interessierte können sich die Inhalte weiterhin ansehen:
https://www.youtube.com/watch?v=vI01OpRW0nM
Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten, Organisator:innen, Helfer:innen, Besucher:innen und an unsere Sponsoren: Biogen, Ipsen Pharma, GROW und Sanitätshaus Rahm!















