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In der Pause

Die Aktive Pause ist ein Konzept des UKBfit. Eine*r der Trainer*innen geht durch verschiedene Stationen und Abteilungen, um mit den Kolleg*innen eine Runde Sport zu machen.

Was: Es handelt sich bei diesem Training um eine 10-15-minütige Einheit, bei der es hauptsächlich darum geht, die Durchblutung des Körpers zu fördern, präventiv etwas für Rücken, Schulter und Knie zu machen und den Kopf frei zu bekommen. Kurzfristig hilft es, kleine Verspannungen zu lösen, Müdigkeit vorzubeugen und danach wieder frisch an die Arbeit zu gehen. Langfristig können durch diese kleinen Trainingseinheiten Rückenbeschwerden, Schulter- und Knieschmerzen verbessert werden. Ihre Abteilung/Station hat Interesse? Dann los:

Ansprechpartner: Jannik Bölch
Tel.: 0228 28713708 (dienstags bis donnerstags von 8:00 Uhr – 16:00 Uhr) E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.

Weitere Information für UKB-Mitarbeiter*innen: https://www.ukb.intern/C125696000418A5A/direct/aktive-pause (Intranet)

Vier Cafés am UKB stehen Mitarbeiter*innen, Patient*innen, Besucher*innen und Studierenden zur Verfügung. Im Angebot gibt es täglich wechselnde Gerichte, immer mit mindestens einem vegetarischen – und immer häufiger einem veganen – Gericht, Bio-Kaffee, auch mit pflanzlicher Milchalternative, vielen Snacks – vor Ort oder zum Mitnehmen!

Ansprechpartnerin:

Mariana Petrovic
Tel.: 0228–287 11757
E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.

Weitere Information für UKB-Mitarbeiter*innen: www.ukb.intern/C125696000418A5A/direct/cafetrien (Intranet)

Weitere Informationen

Die Idee

Im Zentrum des Geländes des auf dem Venusberg gelegenen Universitätsklinikums Bonn (UKB) befindet sich ein Waldstück, das in den zurückliegenden Jahrzehnten weitgehend einer eigendynamischen Naturentwicklung überlassen war. Eine im Jahre 2022 von der „Gesellschaft für Umweltplanung und wissenschaftliche Beratung, Bonn“ durchgeführte „Artenschutzrechtliche Prüfung“ belegt für das Areal des Waldstücks eine vielfältige Naturausstattung und das Vorkommen zahlreicher seltener Arten.

Von Seiten der Leitung des UKB ist vorgesehen, einerseits den Wald als „Grüne Lunge“ des Klinikareals auf dem Bonner Venusberg langfristig und dauerhaft zu sichern sowie andererseits einzelne Bereiche des Waldes in Zukunft als Genesungsort (therapeutischer Ort), als Ort der Entspannung und als Erholungsort naturverträglich zu nutzen. Diesen Planungen liegt die in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegte Erkenntnis zugrunde, dass Wälder als elementare Gesundheitsressource zu betrachten sind, da Bewegung in naturnaher Umgebung nachweislich positive Einflüsse auf die menschliche Gesundheit hat.

In das Gesamtkonzept soll eine bislang noch bebaute Fläche integriert werden, die Anlage eines insektenfreundlichen Blühareals und eines Heilpflanzengarten eine ökologische Aufwertung erfahren soll. Um einen möglichst großen Nutzen für die Biodiversität zu erzielen, werden die einzelnen Ziele in einem Gesamtkonzept zusammengefasst. Um deutlich zu machen, dass der Wald für alle da sein soll, wurde der der Terminus „Generationenwald“ gewählt.

Der „Generationenwald“ als Naturraum

Venusberg - Sicht von obenDer Name Venusberg leitet sich etymologisch von Fenn-Berg ab, bei dem es sich um ein ehemaliges Hochmoorgebiet handelt. Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges befanden sich hier neben wenigen zivilen Gebäuden vor allem ausgedehnte Kasernen sowie im angrenzenden Kottenforst auch einige Munitionslager. Die weitgehend unversehrt gebliebenen Kasernen dienen seit der frühen Nachkriegszeit als Universitätsklinikum Bonn (UKB). Nach und nach wurden und werden die ehemaligen Kasernengebäude durch moderne Klinikgebäude ersetzt. Auffällig ist der weithin sichtbare ehemalige Wasserturm am Gebäude 01 der Uniklinikums, in dem inzwischen Teile der Verwaltung untergebracht sind.

Umgeben ist der Venusberg vom Naherholungsgebiet Kottenforst. Der Name Kottenforst stammt von dem keltischen Wort „coat“ für Wald ab. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er bereits im 7. Jahrhundert als fränkisches Königsforst. Der Kottenforst, bei dem es sich um ein etwa 40 km2 großes Waldgebiet im Südwesten und südwestlich der Stadt Bonn handelt, bildete im Jahre 1959 die Keimzelle des neu eingerichteten „Naturparks Kottenforst“, der nach einer Erweiterung im Jahre 1967 in „Naturpark Kottenforst-Ville“ umbenannt wurde und seit dem Jahr 2005 – nach diversen zusätzlichen Erweiterungen – den Namen „Naturpark Rheinland“ trägt. Weite Teile des Kottenforstes stehen unter Naturschutz, u. a. als Fauna-Flora-Habitat- Richtlinie der EU (Richtlinie 92/43/EWG).

Im Laufe der Jahrzehnte ist inmitten des UKB – infolge Nichtbeachtens – auf natürliche Weise ein Wald entstanden, der in seiner heutigen Form als „Wildnis“ bezeichnet werden kann. Der Wald ist Lebensraum zahlreicher Vögel, Insekten sowie Bäumen, Sträuchern und Wildkräuter, so dass er als wichtiger Biodiversitätsschwerpunkt zu bezeichnen ist, der für das Universitätsklinikum Bonn zahlreiche Ökosystemleistungen erbringt. Dabei handelt es sich hinsichtlich der Versorgungsleistungen u. a. um die Produktion von Nahrung für zahlreiche Lebewesen und hinsichtlich der regulierenden Ökosystemleistungen u. a. um das Abscheiden von klimaschädlichem Kohlendioxid. Trotz aller Bautätigkeiten wurde in den zurückliegenden Jahren von den Verantwortlichen immer darauf geachtet, dass der Campus seinen Wald inmitten des Universitätsklinikums behält und diese „grüne Lunge“ unangetastet bleibt.

Die im „Generationenwald“ vorkommenden Stechpalmen sollen nicht nur geschont, sondern auch gefördert werden, genauso wie die nachwachsenden Buchen, die künftig für eine natürliche Verjüngung des Waldes sorgen.

Da das Waldstück umgeben von Orten der Krankenpflege und Gesundung ist, wurde aus medizinischer Sicht die Idee geboren, den Wald auch in das therapeutische UKB-Angebot mit aufzunehmen, ohne dabei dessen ökologische Qualität zu gefährden. Ziel ist es, nun auch die kulturelle Ökosystemleistungen des Waldes in Wert zu setzten. Er soll im Kontext einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) sowie zur Wertschöpfung in ästhetischer, therapeutischer und ideeller Hinsicht „genutzt werden“, indem er zum Verweilen, zum Genießen und auch zum Lernen von Natur „geöffnet“ wird.

Der „Generationenwald“ als Genesungsort

Das UKB, das zu den renommiertesten Universitätskliniken in Deutschland zählt, hat sich zum Ziel gesetzt, auch im Umgang mit den Patientinnen und Patienten neue Standards zu entwickeln. Dazu zählt u. a., Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen einen barrierefreien Naturzugang zu eröffnen, um ihnen damit eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Der Wald liegt nah des Zentrums für Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatik (NPP), so dass er prädestiniert für den Aufenthalt von Patientinnen und Patienten aus diesem Bereich ist, z. B. der Neurodegenerativen Erkrankungen, der Neuropathologie, der Epileptologie und auch der Gerontopsychiatrie. Aufgrund der Nähe des Zentrums zum Wald können die Gefahren, dass Menschen sich in dem „beschützten Bereich“ verlaufen, weitestgehend reduziert werden. Für viele Menschen mit Demenz kann so der Wald als therapeutischer Ort eine große Bedeutung für das körperliche, soziale und seelische Wohlbefinden haben.

Nicht nur, wer gut zu Fuß ist, sondern auch Menschen mit Behinderung – egal ob geh- oder sehbehindert, blind, gehörlos oder mit Lernschwierigkeiten – können hier den Wald von seiner attraktiven Seite, aber auch von einer ungewöhnlichen Seite erleben. Auf unkomplizierte Art stimuliert der Wald die verschiedenen Sinne, bietet Verknüpfungen mit vertrauten Objekten an, womit er auch zu einer Steigerung der Lebensqualität beiträgt. Soziale Kontakte werden gefördert und individuelle Entscheidungen sind in einer sicheren Umgebung möglich.

Um den Wald auch für Menschen mit Behinderung – im Sinne eines „Generationenwaldes“ – zugänglich zu machen, ist es erforderlich, die Fläche mit zwei barrierefreien Waldwegen naturverträglich zu erschließen, so dass auch mobilitätseingeschränkte Menschen, die zur Fortbewegung auf Rollstuhl, Rollator oder sonstige Gehilfen angewiesen sind, den Wald visuell und auditiv wahrnehmen und erfahren können.

Weitere Wege zur Erschließung des „Generationenwaldes“ sind nicht geplant. Die zukünftigen Waldwege wurden möglichst naturnah angelegt werden. Um den bestehenden Baumbestand zu erhalten, ist vorgesehen, die geplanten Waldwege unter Berücksichtigung des Wurzelraumes von Bodendeckern freizustellen und mit einer wassergebundenen Wegedecke zu versehen.

Zur Steigerung der Aufenthaltsqualität werden am Rande des Generationenwaldes zwei kleine Plätze mit Sitzmöglichkeiten angelegt. Zusätzlich werden auf barrierefreien Tafeln Informationen zur Ökologie des Waldes und zu den hier vorkommenden Arten gegeben sowie über haptische Modelle verständlich gemacht.

Der „Generationenwald“ als Erholungsort

Da der Wald innerhalb des UKB-Geländes eine zentrale Lage aufweist, ist er von den verschiedenen medizinischen Einrichtungen, wie dem Life & Brain Center im Süden und der Radiologie im Norden, den Wohnheimen im Westen auch von allen Beschäftigten, von allen UKB-Patientinnen und -Patienten sowie den UKB-Besucherinnen und -Besuchern gut erreichbar. Damit kann – inmitten der medizinischen UKB-Services – ein Ort der Erholung, der Rekreation und des Lernens von der Natur angeboten werden. Hier ergeben sich niederschwellige Chancen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die bereits mit wenigen Hinweisen (Was sieht man hier? Was hört man hier?) zu einer weitergehenden intensiven Beschäftigung mit der Natur anregen kann.

Im „Generationenwald“ lernen Menschen von der Natur – und über sie. Denn Fragen wie: „Was ist ein Wald?“ „Welche Leistungen können Wälder für Menschen erbringen?“ begegnen die Gäste bei ihren Spaziergängen an verschiedenen Informationstafeln am und im „Generationenwald“. An drei Stationen werden die Menschen angeregt, sich mit ihrer natürlichen Umgebung zu beschäftigen, den Vögeln zu lauschen oder sich mit dem Wuchs von Bäumen und Pflanzen auseinanderzusetzen.

Im barrierefreien „Generationenwald“ sollen nicht nur typische Elemente klassischer Naturerkundungspfade realisiert werden, sondern in gleicher Weise soll der Wald auch als Lern- und Entdeckungsort für Biologische Vielfalt genutzt werden können.

Zunächst wird es erforderlich sein, zu prüfen, ob die Bäume und Sträucher des Waldes den Kriterien der Verkehrssicherungspflicht entsprechen. Sofern von den Bäumen durch Standunsicherheit oder Astbruch Gefahren für die sich dort aufhaltenden Menschen ausgehen könnten, sind diese im Vorfeld der geplanten Maßnahmen naturschonend zu beheben. Abgestorbene Bäume (Totholz) sind explizit im Wald zu belassen, da sie Lebensräume für Vögel und Insekten darstellen. Die Verkehrssicherheit wird durch regelmäßige Kontrolle und Pflege des Baumbestandes das Universitätsklinikum Bonn gewährleistet.

Am Wohnheim ist vorgesehen, mit zertifiziertem regionalem Saatgut eine Blumenwiese anzulegen, die auch als Bienenweide fungieren soll. Um zum Verweilen einzuladen, sollen an diesem attraktiven Biodiversitätsort diverse aus naturbelassenem Material gestaltete Sitzgelegenheiten platziert werden. Der zentrale Platz soll ebenfalls Sitzgelegenheiten umfassen, so dass dort im universitären und medizinischen Alltag auch Besprechungen in „natürlicher Umgebung“ abgehalten werden können.

Auf dem angrenzenden Nachbargrundstück wurde im Jahr 2022 ein altes Wohngebäude abgerissen. Das freiwerdende Gelände soll künftig in die weiteren Planungen des „Generationenwaldes“ mit einbezogen werden. Insbesondere ist dort geplant, einen Apothekergarten anzulegen, in dem die aus Deutschland stammenden Heilpflanzen angepflanzt werden, die für medizinische Zwecke genutzt werden.

Der Apothekergarten

In zahlreichen Botanischen Gärten in Deutschland sind abgetrennte Bereiche der Präsentation von Medizinalpflanzen gewidmet – etwa in speziellen Arzneipflanzengärten oder Apothekergärten. Allerdings überrascht es, dass in der Regel an Universitätskliniken keine derartigen Gärten existieren. Es wäre sehr viel naheliegender, dass in einem Umfeld, in dem sich Menschen zur Heilung aufhalten, Menschen die „Welt der heilenden Pflanzen“ zu eröffnen und damit gleichzeitig das Interesse für die „grüne Medizin“ zu wecken.

So macht es Sinn, dass der geplante Apothekergarten unmittelbar gegenüber der UKB-Apotheke entstehen soll. Mit der Einrichtung des Apothekergartens soll sowohl den Patienteninnen und Patienten als auch den Beschäftigten verdeutlicht werden, mit welchen Mitteln früher wie auch heute versucht wurde und wird, Leiden von Menschen zu kurieren (vgl. u. a. auch Hildegard von Bingen). Der Apothekergarten soll ein Ort der Geschichte und der Erkenntnis von Medizinalpflanzen werden.

Da das Universitätsklinikum Bonn auch Ausbildungsstätte für viele Berufe in der Medizin ist, kann hier der Apothekergarten dazu beitragen, altes Wissen in die Gegenwart zu transferieren und in Ausbildungsgänge zu integrieren.

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